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Deutsch-afrikanische Konferenz zur Ernährungssicherung zum Abschluss der Förderinitiative GlobE

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

In den vergangenen sechs Jahren erarbeiteten Forschende in der Förderinitiative „GlobE – Globale Ernährungssicherung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zusammen mit afrikanischen Partnern innovative und regional angepasste Lösungen, um die Ernährung der afrikanischen Bevölkerung zu verbessern. Wie erfolgreich sie dabei waren und wie künftig ganz Afrika von ihren Forschungsideen profitieren kann, diskutierten die GlobE-Partner vom 3. bis 5. Dezember auf einer Konferenz in Kenia.

Die deutschen und afrikanischen Partner waren sich einig: Die Bündelung deutscher und afrikanischer Kompetenzen konnte Brücken schlagen zwischen Entwicklungs- und Industrieländern, hochentwickelten Anbautechnologien und traditionellem Wissen. Ein drängendes Problem, für das sie gemeinsam eine Lösung fanden, ist zum Beispiel der Verderb vieler Nahrungsmittel nach der Ernte. Denn oftmals fallen Schädlinge über die Lebensmittellager her. Im Forschungsverbund RELOAD entwickelten Forschende daher ein akustisches Überwachungssystem, das Insekten anhand ihrer Geräusche entlarvt. Durch „Abhorchen“ registriert es die sogenannten akustischen Kennlinien – eine Art Fingerabdruck der Insekten. So erkennen die Bauern einen Insekten-Befall rechtzeitig – und können sich für die Gegenwehr wappnen.

Weitere Beispiele der geförderten Projekte sind Küchen- oder Taschengärten, die Forschende im Netzwerk Trans-SEC zusammen mit den Dorfältesten in einigen Dörfern Tansanias aufbauten. Die Forschenden widmeten sich vorwiegend dem Technologie- und Wissenstransfer, um die Dorfbewohner besser mit Nahrung versorgen zu können. Bei den Taschengärten werden Plastiksäcke mit Erde befüllt, oben und in die Seiten der Säcke werden verschiedene Gemüsesorten eingepflanzt. Der Vorteil: Die Säcke können das Wasser deutlich besser speichern als der dürre Boden. Die Bevölkerung kann daher auch in der Trockenzeit Gemüse anpflanzen und Versorgungsengpässe überbrücken.

Ebenso legten Gen-Analysen alter afrikanischer Kulturpflanzen den Grundstein für eine verbesserte Ernährung. Im Verbund „Hortinlea“ untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wichtige einheimische Gemüsesorten in Ostafrika – zum Beispiel Augenbohne, Amarant oder äthiopischen Kohl. Mit der Kenntnis der genetischen Grundlagen für bedeutende Merkmale wie Schädlingsresistenz oder Toleranz gegen Wassermangel ließen sich besser geeignete Sorten für den Anbau finden und zudem die Artenvielfalt erhalten. Die Wissenschaftler entwickelten optimierte Anbau- und Erntetechniken und bestimmten den gesundheitlichen Nutzen der alten Kulturpflanzen. Ziel war es, wettbewerbsfähige Wertschöpfungsketten sozial und ökologisch zu gestalten und den Menschen Handlungsempfehlungen zu geben.

Die Finanzierung der deutschen Institutionen und afrikanischen Partner der technologieoffenen GlobE-Initiative erfolgte durch das Bundesforschungsministerium. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung  förderte die beteiligten internationalen Agrarforschungszentren (CGIAR). Ende 2018 läuft die Maßnahme aus.

Zum Abschluss fand vom 3. bis 5. Dezember in Kenia die „GlobE Pan-African Conference“ statt. Hauptziel der vom Bundesforschungsministerium finanzierten Konferenz war die Verbreitung und Anwendung von Ergebnissen der Fördermaßnahme GlobE. Am letzten Tag der Veranstaltung richteten die Forscherinnen und Forscher den Blick auf die Zukunft: Bei Strategie-Workshops arbeiteten sie zukünftige deutsch-afrikanische Forschungsinitiativen zu den GlobE-Themenfeldern Welternährung, Armutsreduzierung und ressourcenschonende Landnutzung aus.

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Quelle: BMBF Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Kenia Angola Benin Burkina Faso Côte d'Ivoire Gambia Ghana Kamerun Mali Namibia Niger Nigeria Region Ostafrika Region südliches Afrika Region Westafrika Ruanda Senegal Somalia Tansania Südafrika Togo Zentralafrikanische Republik Themen: Lebenswissenschaften Sicherheitsforschung

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