Überblick

Die National Research Foundation (NRF) fungiert mit ihrer Agentur RISA (Research and Innovation Support and Advancement) als wichtigste nationale Förderorganisation in Südafrika, vergleichbar mit den Projektträgern in Deutschland. Um wissenschaftlichen Nachwuchs zu gewinnen und die Bedeutung von Forschung und Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen, hat NRF die Agentur SAASTA (South African Agency for Science and Technology Advancement) gegründet; diese führt Kampagnen wie die national Science Week, die nationale Wissenschafts-Olympiade oder die "Weltraum-Woche" durch.

TIA (Technology Innovation Agency) fördert die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen und das Intellectual property office (NIPMO) unterstützt die Patentierung staatlich finanzierter Forschungsergebnisse.

Eine Übersicht über die Programme und aktuelle Bekanntmachungen der National Research Foundation (NRF) sind hier zu finden. Hier sind auch weitere Fördermöglichkeiten aufgeführt, die nicht von NRF betreut werden.

Weitere Informationen
Links/Institutionen

Programme in der Bildung

Zwei Initiativen aus dem Bereich der tertiären Bildung sollen besonders hervorgehoben werden:

  • South African PhD Project
    Ein ambitioniertes Programm durch welches die Zahl der PhD – Abschlüsse bis 2025 verfünffacht werden soll. Besonderes Augenmerk wird auf die naturwissenschaftlichen, Ingenieurs- und technologischen Disziplinen gelegt.
  • South African Research Chairs Initiative (SARChI)
    Das SARChI Programm wurde 2005/2006 vom DST eingerichtet und wird von NRF durchgeführt. Ziel der Initiative ist, die Forschungs- und Innovationskapazität an öffentlichen Universitäten auszubauen und zu stärken, u.a. durch die Ausbildung von hochqualifizierten postgraduierten Studierenden. Die Einrichtung von SARChI Forschungslehrstühlen wird als strategisches Instrument verstanden. Die Lehrstühle werden an einer Universität eingerichtet, können aber in Partnerschaft mit einer anderen Universität, einem Science Council, einer nationalen Forschungseinrichtung oder einer öffentlichen Forschungsinstitution vergeben werden. Im Rahmen von mehreren Ausschreibungsrunden wurden inzwischen (Stand Februar 2016) 199 Lehrstühle an 21 Universitäten finanziert. Die verschiedenen Disziplinen orientieren sich an den nationalen Strategien und beinhalten Naturwissenschaften, Agrarwissenschaften, Maschinenbau, Medizin sowie Gesellschafts- und Sozialwissenschaften.

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Programme in der Forschung

NRF hat verschiedene Förderinstrumente entwickelt zur Individualförderung von Forschenden, zur Strategischen Entwicklung der Forschungslandschaft (darunter fallen die Centres of Excellence und SARChI) und zum Ausbau von Forschungsinfrastruktur. Die Instrumente sind im Überblick dargestellt in einer Broschüre.

Innovationsprogramme

Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie (DST) und das Ministerium für Handel und Industrie (DTI) finanzieren Programme zur Förderung von FuE in südafrikanischen Unternehmen mit folgenden Programmen.

  • Innovation Fund
    Der Innovation Fund wurde 1996 zur Umsetzung der im "Weißbuch zu Wissenschaft und Technologie" des DST anvisierten Innovationspolitik gegründet und wird von der NRF verwaltet. Der Fund fördert Verbundprojekte in FuT, multidisziplinäre Ansätze der Problemlösung und anwendungsorientierte Forschungsprogramme.
    Ein Schwerpunkt liegt bei der Förderung marktnaher Forschung, die geistiges Eigentum produziert und zur Gründung neuer und Ausbau bestehender Unternehmen führt.
    Außerdem haben südafrikanische Unternehmen über DST/National Treasury die Möglichkeit, Investitionen im FuE-Bereich steuerlich abzusetzen.

  • SPII Fund (Support Program for Industrial Innovation)
    Das Förderprogramm für industrielle Innovation (SPII) wurde im April 1993 vom DST aufgelegt. Es ist auf die Förderung der verschiedensten südafrikanischen Unternehmen für Technologieentwicklung ausgerichtet. Dazu wird finanzielle Unterstützung für die Entwicklung von innovativen, wettbewerbsfähigen Produkten und Verfahren bereitgestellt. Das SPII bietet drei Fördermodelle:
    • Das SPII-Matching-Modell (Matching Scheme): nicht rückzahlungspflichtige Zuschüsse zu Entwicklungsprojekten, Höchstbetrag 5 Mio. ZAR .
    • Das SPII-Partnerschaftsmodell (Partnership Scheme): Rückzahlbarer Zuschuss,  Mindestzuschuss 10 Mio. ZAR .
    • Das Modell zur Produkt- oder Prozessentwicklung (PPD): Nicht rückzahlungspflichtige Zuschüsse für spezifische, vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben kleiner und Kleinstunternehmen, Höchstbetrag 2 Mio. ZAR .

  • Technology and Human Resource for Industry Programme (THRIP)
    Das 1996 gegründete und von der NFR im Auftrag des DTI verwaltete Programm unterstützt die südafrikanische Industrie bei FuE-Projekten und bei der Ausbildung von qualifiziertem Personal.
    THRIP ist ein Partnerschaftsprogramm von Industrie und DTI, die Kosten werden zwischen Unternehmen und DTI geteilt. Ziel ist die Förderung der Innovation und damit die Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum der südafrikanischen Wirtschaft.
  • Technology for Women in Business (TWIB)
    Bei TWIB handelt es sich um ein vom DTI ins Leben gerufenes und von CSIR verwaltetes Programm mit dem Ziel, Unternehmerinnen den Zugang zu Wissenschaft und Technologie zu erleichtern.

Quellen:

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Eine Initiative vom

Projektträger