Kurzprofil

Sankt Petersburg liegt im Nordwesten Russlands und ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Sie ist bekannt für die Nord-Stream-Gasleitung, den Automobil- und den Schiffbau und verfügt über den wichtigsten russischen Ostseehafen, weswegen sie auch als Russlands "Tor zum Westen" bezeichnet wird. Bereits vor dem Ende der Sowjetunion 1991 war Sankt Petersburg ein Zentrum russischer Forschung und Entwicklung und ist es bis heute. Die Stadt wurde erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Peter dem Großen als "Fenster zu Europa" am Ostende des Finnischen Meerbusens erbaut und zählt heute als zweitgrößte russische Stadt 5,3 Mio. Einwohner.

St. Petersburg setzt sich aus 18 Bezirken ("Rajon") zusammen, welche in insgesamt 111 Verwaltungseinheiten aufgeteilt sind. Die Stadt besteht aus 42 Inseln, die Gesamtfläche beträgt 1431 km². Zum Clustergebiet St. Petersburg werden zusätzlich einige wenige Städte im Verwaltungsgebiet Oblast Leningrad gezählt, wie etwa das hauptsächlich durch den Bau des Atomkraftwerks Leningrad entstandene Sosnowy Bor.

Neben Moskau ist St. Petersburg der wichtigste Wirtschafts- und Bildungsstandort in Russland. Dort finden sich heute über 120 Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen mit ca. 340.000 Studierenden. Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) gilt die Region mit ihrem enormen Potenzial an F&E-Einrichtungen als Vorzeigestandort.

Internationale Anziehungskraft

Sankt Petersburg und das umliegende Oblast Leningrad gehören zu den wirtschaftlich führenden Regionen Russlands; die Stadt wird aufgrund ihrer Attraktivität auch als "Venedig des Nordens" bezeichnet. Im von A.T. Kearney herausgegebenen "Global Cities Ranking 2017" mit den einflussreichsten Städten der Welt belegt Sankt Petersburg den 67. Platz. Das "Business Traveller Magazine" hat St. Petersburg 2016 zur "Best City for business and event tourism in Russia and CIS" ausgezeichnet. Der Cluster, also: St. Petersburg und das umliegende Oblast Leningrad, zählt zu den attraktivsten Standorten in Russland für ausländische Investoren, insbesondere Autohersteller  drängen in den russischen Cluster, weil das Land einen enormen Nachholbedarf in der Automobilindustrie aufweist. So haben sich Toyota, General Motors oder Nissan in den letzten Jahren in St. Petersburg niedergelassen. Auch bei inländischen Unternehmen erfreut sich die Stadt immer größerer Beliebtheit: Zahlreiche russische Unternehmen haben in den letzten Jahren ihren Hauptsitz von Moskau nach St. Petersburg verlegt. Zu den größten russischen Unternehmen im Cluster zählen Kirov Plant, Power Machines OAO, Izhorskiye Zavody, Izhora Turbine Works, Vagonmash, Baltiysky Zavod, Severnaya Verf und Admiralty Shipyards. Alljährlich findet im Cluster auch das Internationale Wirtschaftsforum St. Petersburg (SPIEF), bei dem es sich um das größte internationale Wirtschaftsforum in Russland handelt und regelmäßig vom russischen Staatspräsidenten Putin eröffnet wird, statt. Seit 2017 findet zudem der Sankt Petersburger "International Smart Citiy and Smart Home Expo & Congress 2017" im Cluster statt.

Die Stadt ist mit ihrem Ostseehafen und einer Entfernung von nur 200 km bis zur finnischen EU-Außengrenze ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für das gesamte Land. Die russische Eisenbahn plant derzeit die Neueröffnung der Zugstrecke von St. Petersburg über Kaliningrad bis Berlin, die bereits einmal in Betrieb war und 2012 geschlossen wurde. Damit sollen zukünftig auf dem Weg zwischen St. Petersburg und Berlin Umwege über Moskau und Brest ausbleiben.

14 Kilometer südlich vom Zentrum St. Petersburg befindet sich der internationale Flughafen Pulkowo, welcher im Jahr über 11 Millionen Fluggäste abfertigt. Von Deutschland aus wird der Flughafen von Frankfurt am Main, München und Düsseldorf angeflogen. Vom inzwischen drittgrößten Flughafen Russlands wird ab 2017 auch Berlin-Tegel angeflogen. Die Stadt verfügt über insgesamt drei große Frachthäfen: Bolshoi Port St. Petersburg, Kronstadt und Lomonosov, zudem sind weitere größere Hafen-Investitionsprojekte in Planung bzw. Realisierung – ein Hafen für die Kohlenverladung sowie zwei Ölhäfen.

Sanktionen gegen Russland

Im Dezember 2010 hatten die Europäische Union und Russland noch ein Abkommen zum Abbau von Handelshemmnissen unterzeichnet, 2012 trat Russland als letzte große Volkswirtschaft dann der Welthandelsorganisation (WTO) bei. Dies führte zu einer Internationalisierung der russischen Volkswirtschaft und ermöglichte einheimischen Unternehmen, sich aus eigener Kraft oder in Kooperation mit ausländischen Partnern zu modernisieren.

Im Zusammenhang mit Russlands Rolle in dem seit Februar 2014 andauernden bewaffneten Konflikt in der Ukraine wurden von Seiten der Europäischen Union und den USA jedoch eine Reihe von (Wirtschafts-)Sanktionen gegen Russland beschlossen, die sich vor allem auf den russischen Bankensektor, die Ölindustrie und die Importe von Rüstungsgütern konzentrieren. Im Juli 2017 wurden die Sanktionen noch einmal bis Januar 2018 verlängert, unter anderem richtet sich das damit in Verbindung stehende Gesetzespaket gegen das Projekt „Nord Stream 2“.

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Steuervorteile für Investoren in den Sonderwirtschaftszonen St. Petersburgs (Quelle: Handels- und Industriekammer der russischen Föderation)

Steuer

Steuersatz in Russland

Steuersatz in der SWZ

Allgemeine Sozialsteuer

26 %

(ab 2011 sind 34 % vorgesehen)

14 %

Zolltarif

Gemäß den Zolltarifen

zollfrei

Bodensteuer

max. 1,5 %

0 %

Vermögensteuer

2,2 %

0 %

Transportsteuer

max EUR 5,7

0 EUR

Gewinnsteuer

20 %

20 %

Thematische Stärkefelder

In St. Petersburg wurden Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen verschiedener Innovationsfelder durch staatliche Unterstützung vernetzt. Daraus gingen u. a. Netzwerke auf den Gebieten der Informationstechnologie und Optik (St. Petersburger Innovations- und Technologiezentrum) hervor. Weiterhin brachte die geografische Nähe zum Industriekomplex in Sosnovyj Bor im Oblast Leningrad zahlreiche staatliche und private Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich der hoch technologisierten Produktion, der Atomenergie und der technischen Forschung zusammen. Ähnliche Entwicklungen konnten in den Bereichen Industrie (Chemie, Gas/Öl, Automobiltechnik, Metall, Maschinenbau, Schiffsbau) und Lebensmittel beobachtet werden.

Die gesamte Industrie der Nordwest-Region Russlands konzentriert sich heute rund um St. Petersburg (Oblast Leningrad und Oblast Nowgorod). Die Basis der regionalen Wirtschaft bilden forschungsintensive und hoch spezialisierte Produktionen. Als Zentrum für die Herstellung von Turbinen, Stromgeneratoren und Kompressoren repräsentiert der Maschinenbau eine Schlüsselrolle in der regionalen Wirtschaft. Weitere thematische Stärkefelder im Cluster St. Petersburg sind:

  • Automotive
  • Informationstechnologien
  • Optische Technologien
  • Elektronik (v. a. im Bereich Luft- und Raumfahrt)
  • Neue Baustoffe
  • Energiemaschinenbau (v. a. im Bereich Atomenergie)
  • Herstellung Medizinischer Geräte
  • Vorbeugungsmedizin und Gesundheitswesen
  • Lebensmittelindustrie
  • Logistik
  • Leichtindustrie (Textil, Schuhe)
  • Polygrafische Industrie

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Akteure und Netzwerke

St. Petersburg gilt als Pionier eines staatlich breitflächig geförderten Clusterkonzepts. Zwischen dem Bundesland Bayern und St. Petersburg besteht bspw. eine Kooperationsvereinbarung mit den Schwerpunkten wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Forschung und Wissenschaft. Die Deutsche Bahn finanzierte zusammen mit der Russischen Bahngesellschaft (RZD) ein gemeinsames Logistik Institut an der Management-Hochschule der Petersburger Staatsuniversität. 

Das 2006 offiziell geförderte St. Petersburger Automobilnetzwerk verdeutlicht diesen Trend. Die Hälfte aller ausländischen Automobilwerke wurde im Cluster errichtet. U. a. halfen deutsche Unternehmen, das Netzwerk Automotive in wenigen Jahren aufzubauen. 

Des Weiteren verabschiedete die St. Petersburger Regierung ein Gesetz zur Mittelstandsförderung in diesem Metier. Demnach müssen Automobil-Konzerne nach fünf Jahren Ansässigkeit vorweisen können, dass mindestens 30 Prozent der Komponenten ihrer Zulieferkette von Unternehmen vor Ort bezogen werden. Bereits jetzt haben über 70 Zulieferakteure einen Verband im Cluster gegründet, für die gegenwärtig u.a. spezielle Industriezonen eingerichtet werden:

  • Technopark
     Bauzeit: 2008-2010 
     Gesamtfläche: 80-100 ha
     Investitionsvolumen: 1950-2250 Millionen USD
  • Industriepark der Firma SRD
     Bauzeit: 2008-2013
     Gesamtfläche: 16,5 ha
     Investitionsvolumen: 104 Millionen USD

Seit 2010 sucht das Polytechnikum St. Petersburg Kooperationsmöglichkeiten beim Aufbau eines Studiengangs „Automobil“. Neben dem Automobil-Netzwerk kristallisiert sich derzeit auch stark ein Netzwerk für Elektronik aus. Zukünftig soll das Unternehmen Foxconn im Auftrag von Hewlett-Packard etwa 40.000 Computer im Monat produzieren. Weitere Projekte von Global Playern sollen folgen. 

Siemens produziert seit mehr als 150 Jahren im Cluster. 1853 wurde hier bereits die erste Niederlassung in Russland eröffnet. Mit dem Turbinenhersteller LMZ vereinbarte Siemens 1991 ein erstes Joint-Venture. Gegenwärtig sind etwa 60 Prozent aller russischen Turbinenproduzenten vor Ort ansässig. Kooperationen werden aktuell auch im Bereich Umwelttechnologien möglich, da Finnland und das Baltikum für Umweltschutz nach EU-Normen stehen und St. Petersburger Unternehmen sich diesen Richtlinien nicht verschließen können. Mit dem Petersburger Institut für Flug- und Raumfahrttechnik forscht der deutsche Konzern gemeinsam auf dem Gebiet Software und System Engineering für die Qualitätsverbesserung sicherheitskritischer Systeme. St. Petersburg galt bereits zu Sowjetzeiten als nationales IT-Zentrum. 

Ein weiteres Netzwerk wird im Bereich Gesundheitswesen und Medizintechnik errichtet. Es bestehen breit gefächerte Kooperationsansätze, insbesondere im Bereich Rehabilitation und telemedizinischer Betreuung. Speziell für die Weiterentwicklung des russischen Gesundheitswesens kooperierten 2007 zehn Hochschuleinrichtungen der Stadt und gründeten das Nanotechnologiezentrum für Biologie und Medizin

Darüber hinaus hat die Regierung St. Petersburgs im Rahmen der Strategie zur Entwicklung der pharmazeutischen Industrie der Russischen Föderation bis 2020 dem Konzept zur Einrichtung eines pharmazeutischen Netzwerks zugestimmt. 

Ein landesweites Netzwerk zur Realisierung von Technologietransfer ist das Russian Technology Transfer Network (RTTN), das seine meisten Mitglieder allerdings in Moskau hat. 

St. Petersburg Business Campus ist ein vom Baltic Institute of Finland koordiniertes Netzwerk für finnische Unternehmen, die in der Newa-Stadt investieren wollen. Das Netzwerk befasst sich neben der Arbeitskräftevermittlung vor allem mit der Aus- und Weiterbildung des finnischen und russischen Personals seiner Mitgliederfirmen. Das Projekt wurde durch eine Zusammenarbeit des Finnish Ministry of Employment and the Economy mit dem Committee for Economic Development, Industrial Policy and Trade, City of St. Petersburg (CEDIPT) im Rahmen des “Integrated program of actions for innovation policy implementation in St. Petersburg for 2008-2011” ermöglicht. 

Weitere Netzwerk-Projekte, die Akteure in St. Petersburg unterstützen:

  • BaSIC - Baltic Sea Innovation Network Centres
    Das Netzwerk unterstützt schnell wachsende innovative KMU in der Ostseeregion. Vorteilhaft ist insbesondere die Vernetzung von Instituten und Science Parks über den Cluster St. Petersburg hinaus an zehn bedeutenden Wirtschaftsstandorten der Ostseeregion: Berlin, KopenhagenHelsinki, Oslo, St. Petersburg, Riga, Stockholm, Tallinn, Vilnius, Warschau. 
  • BSR InnoReg
    Kooperation von 18 Partnern in der Baltischen See Region zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Clusters St. Petersburg sowie der Nordwest-Region. Im Fokus der Netzwerkarbeit stehen der Aufbau sowie die begleitende Unterstützung von Kooperationen zwischen regionalen Behörden, Wirtschaftsförderungsagenturen, Universitäten und Technologiezentren sowie einzelnen Unternehmen. Das transnationale Projekt wird finanziert durch das „EU Baltic Sea Region Programme 2007-2013“.

Den geografischen Vorteil, den St. Petersburg bieten kann, wissen weitere viele namhafte Akteure zu schätzen: Wrigley, Gilette, Unilever, Ford, Siemens, Toyota und Henkel. Henkel sitzt seit Anfang der 1990er Jahre in der Stadt Tosno, die etwa 50 Kilometer von der Innenstadt St. Petersburgs entfernt liegt. Der Haushaltsgeräte-Hersteller Bosch-Siemens produziert seit 2007 Kühlschränke und Waschmaschinen in der SWZ bei Strelna.

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Bildung, Qualifikation und Fachkräfte

Die Stadt St. Petersburg im Förderationskreis Nordwestrussland ist mit 4,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes (de facto sollen es ca. 5,5 Millionen Einwohner sein). Zum Cluster St. Petersburg wird neben der eigentlichen Verwaltungseinheit der Stadt noch die umliegende Leningrader Region mit über 1,6 Millionen Einwohnern hinzugezählt. Das entspricht mehr als 4 Prozent der russischen Gesamtbevölkerung Russlands.

Knapp 90 Prozent sind ethnische Russen. Schätzungen zufolge leben weiterhin 2,1 Prozent Juden, 1,9 Prozent Ukrainer, 1,9 Prozent Weißrussen sowie weniger ausschlaggebende Bevölkerungsanteile von Tataren, Kaukasiern, Usbeken, Wepsen und Finnen in der Stadt. Die vorherrschende Religion in St. Petersburg ist das orthodoxe Christentum.

In der Historie der Stadt konnten ansässige Unternehmen schon immer auf ein großes Reservoir an Arbeitskräften zurückgreifen. Die Arbeitslosigkeit ist mit unter einem Prozent die niedrigste in Russland. Die positive wirtschaftliche Entwicklung zum heutigen Cluster St. Petersburg stellt die regionale Regierung jedoch vor neue Herausforderungen wie dem zunehmenden Mangel von hoch qualifiziertem Personal. Die Verschiebung von Schwerpunkten in den Schlüsselindustrien führen zu einem veränderten Bedarf an Qualifikationen der Mitarbeiter. Insbesondere die neuen Innovationsfelder wie die Informationstechnologien, die Optischen Technologien oder auch Forschungen im Bereich der Nanotechnologien bedingen eine verstärkte Anwerbung von qualifiziertem außerstädtischen bzw. ausländischem Personal. Zu diesem Zweck konnten bereits von lokalen Agenturen und ausländischen Netzwerken einige Projekte ins Leben gerufen werden (s. 4. Akteure und Netzwerke).

Dennoch: St. Petersburg gilt als Zentrum der Wissenschaft mit vielen technischen Hochschulen. Die Stadt verfügt über das größte technisch-wissenschaftliche Potenzial im Land. 14 Prozent der russischen Wissenschaftler und Forscher und acht Prozent der russischen Studierenden arbeiten und leben an diesem Standort. Insgesamt gibt es ca. 2.000 Bildungseinrichtungen, 78 Universitäten und 400.000 Schüler und Studierende. Das enorme Gesamtpotenzial Russlands im Bereich Wissenschaft und Bildung wird weiterhin durch 453 wissenschaftliche Organisationen einschließlich 48 Organisationen der Russian Academy of Sciences sowie über 130 Institutionen der höheren Bildung und 13 Technologiezentren repräsentiert. Ca. 1,5 Millionen Auszubildende leben im Cluster.

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Entwicklungsdynamik

St. Petersburg gilt mit seinen 42 Inseln als "Venedig des Nordens" und aufgrund der geografischen Lage bereits seit Stadtgründung als "Fenster zu Europa". Damals wie heute ist die Ostsee der wichtigste Handelsweg zwischen Russland und Westeuropa. Unternehmer schätzen den direkten Zugang zum Hafen, die sehr gute Anbindung an Flughafen und an die Ringautobahn um St. Petersburg. Stadtnah gelegene Industrieparks und Sonderwirtschaftszonen liefern ebenfalls wichtige Argumente für eine Niederlassung in St. Petersburg, denn hier finden sich zahlreiche Akteure aus der jeweiligen Produktionskette wieder. Außerdem können Firmen ihrem Personal zumeist einen kurzen Arbeitsweg bieten. Als größte Herausforderung für die örtliche Regierung sehen vor Ort tätige Unternehmer Russlands bürokratische Hürden für ausländische Investoren an. Die russische Regierung versucht landesweit bereits mit Schaffung der SWZ dem entgegenzutreten. Regionale Wirtschaftsagenturen gehen die Probleme ebenfalls vermehrt mit Kooperationen von ausländischen Verbänden, Organisation und Unternehmen an. 

Petersburgs Gouvernement ist bestrebt die städtische (Wirtschafts-) Entwicklung weiter zu fördern, um die eigenen Standortziele verwirklichen zu können. Der Standort St. Petersburg will bis 2025:

  • anerkanntes, internationales Zentrum für wirtschaftliche, politische und kulturelle Kooperationen,
  • größtes internationales Handelszentrum und Verkehrsknotenpunkt in Russland,
  • das erfolgreichste Innovationszentrum des Landes,

werden. 

Hierzu werden bereits jetzt zahlreiche infrastrukturelle Maßnahmen getroffen. Derzeit wird die Auftragsvergabe für den Bau des sogenannten Orlow-Tunnels unter der Newa erwartet. Den Zuschlag für die Lieferung der Vortriebsmaschine für das rund 1,13 Milliarden Euro teure Projekt könnte die deutsche Herrenknecht AG erhalten, eine Absichtserklärung wurde 2010 vom Gouvernement St. Petersburg unterzeichnet. Weitere Projekte wie der Ausbau der Ringautobahn und des Flughafens Pulkowo werden der Stadt bei der Bewältigung des täglichen Verkehrs helfen können. 

In Zukunft könnte sogar die Transsibirische Eisenbahn für die Logistik-Unternehmen vor Ort interessant werden. Die Russische Bahngesellschaft erwägt eine Vernetzung der Transsibirischen Eisenbahn mit der Transkoreanischen Strecke. Nebenstrecken könnten dann bis in die Mongolei und zum Baikalsee führen. Außerdem soll ab 2011 eine Verbindung von Asien nach Westeuropa gebaut werden. Hier ist eine Streckenverbindung zwischen Peking, Moskau und Berlin im Gespräch. China treibt diese Idee kontinuierlich voran, sodass das Projekt noch Mitte dieses Jahrzehnts Realität werden könnte. Die südliche Hauptstrecke würde mit Nebenstrecken theoretisch sogar die Standorte Guangzhou, Istanbul, Teheran, Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur erreichbar werden lassen.

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