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Geowissenschaften

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Geowissenschaften". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Afrika

1.1 Ägypten

Geowissenschaften und Meeresforschung

Die Sicherung von Trinkwasser und die Entwicklung von Entsalzungsanlagen und -mechanismen stehen hier im Mittelpunkt. Darüber hinaus geht es auch um Wasser- und Abwassermanagement sowie innovative Verfahren zur Verknüpfung von Entsalzung, erneuerbaren Energien und der Wiederaufbereitung von Wasser.

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2Amerika

2.1 Argentinien

Geowissenschaften und Meeresforschung

Das staatliche Institut für Geowissenschaften "Centro de Investigación en Ciencias de la Tierra (CICTERRA)" wurde 2006 gegründet und untersteht dem CONICET. Zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts gehören u.a. Geodäsie, Geophysik, Paläontologie, Mineralogie und Hydrologie.

Auch das 2011 gegründete staatliche Institut für Meeresforschung "Instituto de Investigaciones Marineras y Costeras (IIMYC)" untersteht dem CONICET. Das Institut befasst sich mit Themen der Meeres- und Polarforschung sowie mit der Küsten- und Atmosphärenforschung.

Seit 1951 fördert und überwacht die Nationale Direktion der Antarkits "Dirección Nacional del Antárctico (DNA)" sämtliche argentinische Forschungsaktivitäten in der Antarktis. Der DNA untersteht auch die Antarktis-Forschungsstation Jubany. Seit 1994 betreibt das Alfred-Wegener-Institut in Kooperation mit dem "Instituto Antárctico Argentina (IAA)" hier das Dallmann-Labor.

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2.2 Brasilien

Geowissenschaften und Meeresforschung

Mit einer Küstenlänge von ca. 8000 km nimmt Brasilien eine bedeutende Rolle im Bereich der Meeresforschung ein. Zur Erschließung neuer Ölfelder im Atlantik investiert das staatliche Energieunternehmen PETROBRAS in Forschungsarbeiten und Technologieentwicklung.

Brasilien erklärt in seiner nationalen Forschungsstrategie das Ziel der Unterstützung einer "Green Economy" in Meeren und Küstenzonen. Das Land baut seine Kapazitäten im Bereich Meeresforschung aus; u. a. durch den Einsatz des hydro- und ozeanographischen Schiffs "Cruzerio do Sul". Das schwimmende Forschungslabor wurde 2007 gebaut und birgt Einrichtungen u. a. für Forschungen im Bereich Meteorologie, Tiefenmessung sowie physikalische, chemische und biologische Ozeanographie.  "Cruzeiro do Sul" wird entlang der gesamten Küste Brasiliens eingesetzt.

2013 wurde das brasilianische Institut für Meereskunde INPOH (Instituto Nacional de Pesquisas Oceanográficas e Hidroviárias) gegründet. Zu den Arbeitsbereichen des Instituts gehört die physikalische Ozeanographie, Interaktion Ozean-Atmosphäre; Fischerei, Hafen- und Küstenbau; Tiefsee-Ingenieurwesen; marine Biodiversität sowie Energie aus den Meeren. Der regionale Forschungsschwerpunkt soll auf der nachhaltigen Nutzung  des südlichen Atlantiks liegen. Zur Infrastruktur des Institutes soll ein eigenes Forschungsschiff, dessen Bau in Auftrag gegeben wurde.

Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Meeresforschung außerdem durch zwei Nationale Wissenschaftsinstitute (INCT-MAR). Die staatliche Forschungsförderung im Bereich Meeresforschung umfasst u.a. folgende Themen: Erschließung von Erdöl in tiefen Gewässern, Erforschung von Meeresorganismen mit biotechnologischen Potential, Biodiesel über Mikroalgen, Fischerei, die Erforschung des Südatlantischen Ozeans und Klimawandel.

Auch das brasilianische Bildungsministerium MEC unterstützt den Aufbau von Kapazitäten in der Meeresforschung durch spezifische Programme. Mit der Förderung von Forschungsprojekten zu Küsten- und Meeresforschung soll die Kapazität von Universitäten in diesem Bereich ausgebaut werden. 

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2.3 Kanada

Geowissenschaften und Meeresforschung

Die Entwicklung des kanadischen Nordens ist in den letzten Jahren in den Fokus des Interesses der kanadischen Regierung getreten. Kanada betont ausdrücklich, seine Souveränität in den arktischen Gebieten verteidigen zu wollen. Mit dem deutschen Alfred-Wegener-Institut existiert eine langjährige und gute Zusammenarbeit von zahlreichen kanadischen Instituten und Organisationen auf dem Gebiet der Arktisforschung (siehe unter 5.2.2).

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3Asien

3.1 Japan

Geowissenschaften und Meeresforschung

Das neue Kabinett hat einen neuen Basisplan für Meerespolitik ("Basic Plan for Ocean Policy") für den Zeitraum 2013 - 2017 (5 Jahre) verabschiedet.

Der Plan beinhaltet folgende Themen:

  • Erderwärmung / Klimawandel
  • Energie aus dem Meer und Nutzung von Meeresbodenschätzen
  • Meeresökologie, nachhaltige Nutzung von Meeresresourcen
  • Erneuerbare Energien aus dem Meer
  • Katastrophenschutz.

Die globale Beobachtung der Ozeane wird von der "Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology" (JAMSTEC) gefördert. Unterwassertauchboote wie der "ABISMO" zur automatischen Meeresbodeninspektion, das "URASHIMA", das unbemannte Forschungs-U-Boot "KAIKO 7000" oder der Unterwasserbohrer "CHIKYU", welcher vom Integrated Ocean Drilling Program (IODP) zur Erforschung von Unterwassererdbeben genutzt wird, werden dazu entwickelt und eingesetzt. Seit dem Jahr 2000 engagiert sich Japan in internationalen Projekten mit einem "Advanced Ocean Observing System (Japan ARGO)", um die Ozeane mit einer Tiefe von mehr als 2.000 m zu beobachten. Auch Satelliten werden zu diesem Zweck eingesetzt.

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4Europa

4.1 Frankreich

Geowissenschaften und Meeresforschung

Für Frankreich hat der Schutz der Meere aufgrund seiner Geographie und der Überseegebiete eine besondere Bedeutung. Die zentralen Forschungsakteure sind das Französische Institut für die Nutzung der Meere IFREMER, das Französische Polarforschungsinstitut IPEV, das Forschungsbüro für Geologie und Bergbau BRGM und das Nationale Institut für Weltraumwissenschaften INSU. Sie gehören der Nationalen Forschungsallianz für Umwelt AllEnvi („Alliance nationale de recherche pour l’environnement“) an.

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4.2 Polen

Geowissenschaften und Meeresforschung

Das polnische Komitee für Polarforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften ist für die Forschung in den Polarregionen zuständig. Anfragen können an das Komitee gestellt werden.

Committee of Polar Research
Komitet Badań Polarnych
Instytut Geofizyki PAN
ul. Księcia Janusza 64
01-452 Warszawa
Tel: (+48 22) 691 59 00, (+48 22) 691 56 53
E-Mail: aguterch(at)igf.edu.pl
E-Mail: adgip(at)igf.edu.pl
www.kbp.pan.pl/ (Englische Version: www.kbp.pan.pl/index.php?lang=en)

Polish Polar Station

Die polnische Polarstation befindet sich in der Eisbärenbucht (Isbjørnhamna) im Hornsund-Ffjord, West-Spitzbergen, Svalbard auf 77° 00' N und 15° 33' E. Die Forschungsstation ist die nördlichste polnische Forschungseinrichtung, die das ganze Jahr über operiert. Sie wird vom Institut für Geophysik, Abteilung für Polar- und Meeresforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) unterhalten und führt Forschungsvorhaben in verschiedenen Disziplinen durch, die sich mit der Erforschung der Polarregion befassen.
 
Polish Polar Station
Hornsund
9170 Longyearbyen
Svalbard - Norway
Tel: Inmarsat: +871 3261 0072 0, Iridium: +8816 31444070
Fax: +871 3261 0072 1
http://hornsund.igf.edu.pl/en/

Die polnische Antarktisstation Henryk Arctowski

Die polnische Antarktisstation befindet sich in der Admirality Bucht auf King George Island und operiert seit 1977. Dadurch wurde Polen das 13. Mitglied im Antarktis-Vertrag, der nun 24 Nationen umfasst.

Die mittelgroße Forschungsstation wird von der Polnischen Akademie der Wissenschaften unterhalten und kann bis zu 70 Personen beherbergen, im Winter bis zu 20. Eine Basiscrew von zehn Personen ist immer vorhanden. Themenfelder wie Geologie, Glaziologie, Meteorologie, Klimatologie und Ökologie gehören zu den wichtigsten Forschungsgebieten, die von der Station aus getätigt werden.

Meeresforschung wird in Polen von verschiedenen Forschungsinstituten betrieben, darunter das Institut für Ozeanographie der polnischen Akademie der Wissenschaften sowie das Institut für Ozeanographie der Universität Gdynia:
 
Institute of Oceanology Polish Academy of Science 
ul. Powstancow Warszawy 55
81-712 Sopot
Poland
P.O. Box 68
Tel: operator (+48 58) 551 72 81, Director (+48 58) 550 32 32
Fax: (+48 58) 551 21 30
www.iopan.gda.pl

Institute of Oceanography
University of Gdańsk,
Al. Marszałka Piłsudskiego 46,
81-378 Gdynia
Tel: (+4858) 5236827, (+4858) 5236828
Fax: (+4858) 5235531, (+4858) 5236678
E-Mail: ocesek(at)univ.gda.pl
www.ocean.univ.gda.pl

Hel Marine Station
84-150 Hel, ul.Morska 2, Poland
Tel: +48 58 6750-836
Fax: +48 58 6750-420
E-Mail: hel(at)univ.gda.pl
www.hel.univ.gda.pl

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4.3 Ukraine

Geowissenschaften und Meeresforschung

Zentrale Einrichtungen der ukrainischen Meeresforschung waren bis zu den politischen Ereignissen im Frühjahr 2014 zwei Institute der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Sewastopol auf der Krim: das Institut für die Biologie der südlichen Meere (IBSS) sowie das Marine hydrophysikalischen Institut (MHI). Für die Meeresforschung im Schwarzen Meer wurden ukrainische Forschungsschiffe eingesetzt, vielfach nahmen aber auch ukrainische Wissenschaftler an Reisen deutscher Forschungsschiffe ins Schwarze Meer sowie an internationalen Meeresforschungsprojekten teil.

Für das ukrainische nationale wissenschaftlich-technische Programm zur Antarktisforschung 2011-2020 (umgesetzt durch die Staatliche Agentur für Wissenschaft, Innovationen und Informatisierung (SAWII) als Träger-bzw. Förderorganisation von ihrer Gründung 2010 bis zur Reorganisation 2014) sind Mittel in Höhe von 187 Mio. UAH (ca. 17,8 Mio. Euro) veranschlagt, davon 183 Mio. UAH (ca. 17,4 Mio. Euro) aus dem Staatsbudget und 4 Mio. UAH (ca. 0,4 Mio. Euro) aus anderen Quellen. 5-jährige Rahmenabkommen in diesem Bereich wurden 2007 mit Großbritannien, den USA, Slowenien, Spanien, der Slowakei, Tschechien, Peru, Chile und Russland unterzeichnet.

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5Multilaterales

5.1 G7/G8 - G20

Zukunft der Meere und Ozeane

Die G7-Wissenschaftsminister werden auch hier durch eine Expertengruppe bzw. Arbeitsgruppe unterstützt. Basierend auf den Empfehlungen eines G7-Expertenworkshops zu Zukunft der Ozeane und Meere (März 2016), sehen sie vor allem Bedarf für eine Initiative zur verbesserten globalen Beobachtung der Meere und Ozeane, etwa für die Überwachung des Klimawandels und der marinen Artenvielfalt (Abschlusserklärung der G7-Wissenschaftsminister 2016).

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6Ozeanien

6.1 Australien alt

Geowissenschaften und Meeresforschung

Mineralische Rohstoffe, ihre Gewinnung, Aufbereitung und Veredelung spielen eine zentrale Rolle in Australiens Volkswirtschaft. Der CSIRO bündelt seine Forschungsaktivitäten hierzu im Minerals Down Under Flagship. Darüber baut der CSIRO ein sogenannten Australia Global Precinct im Bereich Rohstoffe in Perth auf.

Auch die Meeresforschung ist eines der zentralen Forschungsthemen in Australien. Im Dezember 2014 konnte das neue Forschungsschiff Investigator (Kosten rd. 66 Mio. AUD) in Betrieb genommen werden. Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) hat in der Meeresforschung das "Wealth from Oceans Flagship" eingerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen in folgenden Fachbereichen:

  • BLUElink: reliable ocean forecasting
  • Developing environmentally-friendly formation strengthening materials
  • Exploring under the sea floor with OCEANMAG
  • Monitoring our oceans with robotic floats
  • Platform-free oil and gas extraction
  • Researching healthier marine ecosystems
  • Using microbes to improve oil recovery.

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