StartseiteAktuellesNachrichtenBaden-Württemberg: Ministerpräsident Mappus zu Gast in Vietnam - Ausbau der Zusammenarbeit bei Universitäten und in der Wasserforschung

Baden-Württemberg: Ministerpräsident Mappus zu Gast in Vietnam - Ausbau der Zusammenarbeit bei Universitäten und in der Wasserforschung

Mappus: Austausch zwischen Vietnam und Baden-Württemberg sehr erfolgreich und fruchtbar

Im Rahmen seiner Südostasienreise ist Ministerpräsident Stefan Mappus am Freitag (19. November 2010) mit Vietnams Premierminister Nguyen Tan Dung und Vize-Außenminister Pham Binh Minh zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Themen Wirtschaftskontakte und Studentenaustausch.

Ministerpräsident Mappus und Premierminister Dung waren sich einig, die wirtschaftlichen Kontakte zwischen Vietnam und Baden-Württemberg weiter stärken und ausbauen zu wollen. Dung habe sich sehr interessiert an weiteren Investitionen deutscher Unternehmen in Vietnam gezeigt und hoffe auf weitere Investitionen, sagte Mappus.

Vize-Außenminister Minh habe betont, die bereits bestehende wirtschaftliche Partnerschaft zeuge von den guten Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Vietnam. Beim Thema Studentenaustausch lobte Mappus die Entwicklung der Kooperationen zwischen vietnamesichen und baden-württembergischen Universitäten als „sehr erfolgreich und fruchtbar“. Mappus sagte, er lege weiterhin großen Wert auf den weiteren Ausbau des Austausches junger Menschen. Die jeweils zuständigen Ministerien hätten den Auftrag erhalten, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen.

Zur Zusammenarbeit der Water Resources University (WRU) in Hanoi und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Bereich der Wasserforschung unterzeichneten Ministerpräsident Stefan Mappus, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg, Vietnams Vize-Agrarminister Prof. Dao Xuan Hoc sowie Horst Hippler, Präsident des KIT, und Prof. Nguyen Quang Kim, Rektor der WRU, eine Kooperationsvereinbarung. Schwerpunkte sollen dabei innovative Projekte zur Energiegewinnung aus Wasser und Hochwasserschutzprojekte bilden. Für Ministerpräsident Mappus zeigt die Kooperationsvereinbarung den „hohen Stellenwert, den wir der Wasserforschung in Zukunft einräumen wollen“. Gemeinsam mit den jungen Experten aus Vietnam und Baden-Württemberg könne es gelingen, zukunftsorientierte Projekte zu generieren.

Am Vormittag setzte Mappus bei einem Festakt eine Solaranlage zur Stromproduktion auf dem Dach des Handelsministeriums offiziell in Betrieb. Die Photovoltaikanlage versorgt die drei Stockwerke des Regierungsgebäudes mit Strom. Das von der zur Hälfte bundeseigenen Deutschen Energieagentur dena verwirklichte Projekt wird von der Technischen Universität Hanoi wissenschaftlich begleitet. Für die Konzeption zeichnet das Karlsruher Projektentwicklungsunternehmen Altus verantwortlich. An der Finanzierung hatte sich die Bundesregierung beteiligt.

Mappus nannte Vietnam einen bedeutsamen Markt für den Einsatz erneuerbarer Energien: «Wer am Anfang den Fuß in der Tür hat, hat große Chancen, auch in Zukunft dabei zu sein.» Wind und Sonne seien in weitaus größerem Maß als in Europa nutzbar. Mappus sagte: «Ich finde Ihren Plan, auf allen Ministerien Photovoltaikanlagen bauen zu wollen, sehr gut und auch in anderen Ländern nachahmenswert.»

Am Nachmittag hat die Delegation die älteste Universität Vietnams, den so genannten Literaturtempel, besucht.

Am Samstag (20. November 2010) reiste die Delegation weiter nach Ho Chi Minh City.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg / dpa (Text zu Photovoltaikanlage) Redaktion: Länder / Organisationen: Vietnam Themen: Bildung und Hochschulen Wirtschaft, Märkte Energie Umwelt u. Nachhaltigkeit

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