Die vergebene Lizenz gilt für 15 Jahre. Ifremer hatte sie 2012 mit Unterstützung des französischen Staates beantragt. Das zu erkundende Gebiet liegt nördlich der Küste Südamerikas in internationalen Gewässern und umfasst eine Fläche von 100 Quadraten von je 100 km². Die durchschnittliche Tiefe in dem Gebiet beträgt 3.400 Meter. Gesucht werden hydrothermale Sulfide (Kupfer, Zink, Blei, Kobalt, Silber, Gold), Manganknollen (Kupfer, Nickel, Mangan) und Kobaltkrusten (Kobalt, Mangan, Platin), aber auch Metalle mit technologischem Einsatzpotenzial wie Indium, Germaniun, Cadmium, Antimon etc.
Ifremer wird für die Einsätze auf seine Forschungsflotte und die Expertise seiner Wissenschaftler zurückgreifen. Bei der Exploration wird Wert auf den Schutz der Umwelt gelegt. So wird zunächst eine Studie zur Biodiversität durchgeführt, um den möglichen Einfluss der Erkundung auf die Umwelt einschätzen zu können.
Mithilfe einer Disziplinen übergreifenden Mehr-Ebenen-Strategie sollen zudem inaktive hydrothermale Erze identifiziert werden: Welche Erze sind vorhanden und in welchem Umfang? Wie funktionieren die geologischen und geochemischen Prozesse des Transports, der Konzentration und der Verteilung der Metalle?
Frankreich gehört zu den Pionieren bei der Erkundung der Tiefseeböden: Es ist seit den 1980er Jahren in dem Bereich aktiv und erhielt bereits 2001 von der ISA eine erste Lizenz zur Erkundung polymetallischer Knollen des Tiefseebodens im Pazifik.