Die Strategie für Wissenschafts-, Technik- und Industriekultur des Conseil national de la culture scientifique, technique et industrielle (CNCSTI) ist das Ergebnis eines umfassenden, landesweiten Dialogs, der 2013 begonnen wurde. Sie gilt für fünf Jahre, wird in das kürzlich erschienene Weißbuch zu Hochschulen und Forschung integriert und soll alle zwei Jahre durch das Parlament bewertet werden. Für die Umsetzung sind die Regionen zuständig.
Die Strategie richtet sich an alle 67 Millionen Französinnen und Franzosen und insbesondere diejenigen, die am wenigsten Kontakt mit der Wissenschaft haben. Junge Mädchen sollen ermutigt werden, geschlechtsspezifische Stereotype in Frage zu stellen und wissenschaftliche oder technologische Berufe zu ergreifen.
Es werden vier übergreifende Themen auf Basis der staatlichen Prioritäten und fünf Handlungsorientierungen festgehalten. So lauten die Regierungsschwerpunkte:
- die Gleichheit von Frau und Mann
- der Klimawandel und nachhaltige Entwicklung
- Europa
- die Wissenschafts- und Technikgeschichte
Die Wissenschafts-, Technik- und Industriekultur (WTIK) soll mit folgenden Handlungsorientierungen gefördert werden:
- die Akteure der WTIK bekannter machen
- die Digitalisierung vermitteln und für die WTIK einsetzen
- wissenschaftliche Ergebnisse den Bürgern zugänglich machen und einen Austausch zwischen Bürgern, Politikern und Wissenschaftlern fördern
- die Innovationskultur und Unternehmertum fördern, den Zusammenhang zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft verdeutlichen
Dazu werden eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, unter anderem Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte aber auch für Bürgerinnen und Bürger, mehr Promovierte im Höheren Dienst, Angebote für kritische Medienrezeption und Verhalten in den sozialen Medien sowie die Förderung von Startups aus dem Bereich WTIK.