Über das eigene Förderprogramm „TUM Global Incentive Fund“ wurden im ersten Quartal 2018 vier Projekte in Brasilien mit Partnern aus dem Bundesstaat São Paulo erfolgreich durchgeführt. Die Kooperationen basieren größtenteils auf der Zusammenarbeit von Forschern der TUM mit drei führenden Universitäten vor Ort: Universidade de São Paulo (USP), Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP) und der Universidade Estadual Paulista "Júlio de Mesquita Filho" (UNESP). Die Kooperationsfelder umfassen dabei Landschaftsarchitektur, Mikrobiologie, Lebensmittelchemie sowie Bioökonomie.
Die letztere Kooperation ist ein Novum, da hier zusammen mit der australischen Partneruniversität University of Queensland (UQ) eine Dreieckskooperation aufgebaut wird, die zu einer globalen Bioökonomieallianz zusammenwächst. Ende Juni werden sich Vertreter der TUM, UQ und UNESP an der TUM im Rahmen des Symposiums „Natural Products: Analytics, Biodiversity and Biochemistry“ treffen und diese Allianz weiter ausbauen.
Die Vizepräsidentin für Internationale Berufungen und Karriereprogramme, Dr. Ana Santos Kühn, konnte außerdem Ende März mit der Unterzeichnung eines Abkommens mit der brasilianischen Stiftung zur Forschungsförderung im Bundesstaat São Paulo (FAPESP) einen weiteren Schritt in Richtung vertiefter Kooperation mit Brasilien gehen: Hier sind unter anderem Projekte zur gemeinsamen Doktorandenausbildung mit der TUM International Graduate School for Science and Engineering (IGSSE) als Partner in München geplant.
Bereits in 2012 eröffnete die TUM ihr Lateinamerikabüro (TUM São Paulo) im Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo (DWIH-SP), welches die Kooperationen zwischen der TUM und dieser dynamischen Region auf- und ausbaut.