Seit 2009 erforscht das auf insgesamt zwölf Jahre konzipierte Langfrist-Vorhaben die nigerianische Nok-Kultur in ihren wesentlichen Aspekten. Vor Ort arbeiten die Frankfurter Wissenschaftler der Goethe-Universität mit nigerianischen Kollegen zusammen – und haben auch zahlreiche einheimische Helfer beschäftigt. Zwischenzeitlich war das DFG-Projekt der größte Arbeitgeber in der Umgebung. Prospektionen, Ausgrabungen und umfangreiche Datenanalysen liefern bedeutende Beiträge zu Chronologie, Siedlungswesen, Wirtschaftsweise und Umwelt, Eisenmetallurgie, materieller Kultur und Verbreitungsgebiet.
Die etwa 1500 Jahre umfassende Nok-Kultur, die nach dem kleinen Dorf Nok nordöstlich der Hauptstadt Abuja benannt ist, beginnt um 1500 vor Christus. Laut der Archäologen ist das Nok-Projekt herausragend: Es dürfte weltweit kaum ein anderes Vorhaben geben, das angetreten ist, um eine komplette archäologische Kultur zu erforschen. Der Fokus liege jetzt auf den abschließenden Untersuchungen und Publikationen zum Siedlungswesen, der Struktur und Chronologie der Fundstellen und der materiellen Kultur, sowie der Auswertung, Ordnung, langfristigen Sicherung und Zurverfügungstellung der Daten.