StartseiteLänderAmerikaKolumbienÜberwachung neu auftretender Infektionen bei Reisenden und Einwohnern in der kolumbianischen Karibik im Rahmen von One Health

Überwachung neu auftretender Infektionen bei Reisenden und Einwohnern in der kolumbianischen Karibik im Rahmen von One Health

Laufzeit: 01.03.2024 - 28.02.2026 Förderkennzeichen: 01DN24010
Koordinator: Charité - Universitätsmedizin Berlin - Institut für Virologie

Das Reisen im Zeitalter der Globalisierung gilt als einer der wichtigsten Faktoren für die weltweite Verbreitung neu auftretender Infektionskrankheiten. Die epidemiologische und genomische Überwachung von neu- und wiederauftretenden Krankheitserregern an stark frequentierten Orten wie Flughäfen und Häfen könnte einem großen Teil der Bevölkerung zugutekommen und eine Plattform für weitere Forschungen zu diesem Thema schaffen. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist der Aufbau eines deutsch-kolumbianischen wissenschaftlichen Netzwerks für neu auftretende Krankheitserreger, das labortechnische und epidemiologische Methoden kombiniert, um die künftige Pandemievorsorge zu verbessern und die patientennahe Diagnostik sowohl für Reisende als auch für die ansässige Bevölkerung zu erhöhen. Es wird eine Beobachtungsstudie durchgeführt, bei der Personen, die mit internationalen Flügen oder Schiffen in der Stadt ein- und ausreisen, durch eine über die Projektdauer geschichtete Zufallsstichprobe rekrutiert werden sollen, um mögliche saisonale Unterschiede in der Erregerzirkulation zu erfassen. Darüber hinaus werden Proben von ortsansässigen Personen mit fiebrigen Erkrankungen und von Tieren, die in oder in der Nähe ihrer Häuser leben, gesammelt und zur Erstellung einer Risikokarte für neu auftretende Krankheiten verwendet. Die Projektpartner, die Universität Cartagena und die Charité Universitätsmedizin Berlin, werden zusammen mit dem Netzwerk des vom DAAD geförderten deutsch-lateinamerikanischen Konsortiums GLACIER (German-Latin American Centre of Infection & Epidemiology Research & Training) ein starkes Forschungsnetzwerk aufbauen, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern in der Region zu fördern. Eine Doppelförderung ist hierbei ausgeschlossen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Kolumbien Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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