Die Veröffentlichung von zwei internationalen Bildungsstrategien seit 2010 und die Reform des Einwanderungsrahmens für Studierende aus Drittländern spiegeln die Bedeutung wider, welche die irische Regierung der Förderung der Hochschulbildung von Studenten aus dem außereuropäischen Ausland beimisst. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich anhahnd der Entwicklung der Studierendenzahlen.
Die Einwanderung Drittstaatsangehöriger, die für ein Studium nach Irland gekommen sind, wuchs zwischen 2013 und 2017 von 9.325 auf 13.519 um 45 Prozent. Rund 25 Prozent (3.332) der im Jahr 2017 nach Irland gekommenen Studierenden stammten aus den USA, 17 Prozent (2.300) aus Indien, 15 Prozent aus Brasilien (2.041), 14 Prozent aus China (1.870) und fünf Prozent aus Kanada (614). Studierende aus Drittländern belegen in 31 Prozent Fächer in den Bereichen Gesundheit und Pflege. Die überwiegende Zahl der Studierenden sind in Bachelor- (7.894) und Masterstudiengänge (4.019) eingeschrieben.
Neben den aktuellen Entwicklungen der Studierendenzahlen untersucht die Studie „Attracting and Retaining International Higher Education Students: Ireland“ politische, rechtliche Rahmenbedingung für Drittstaatsangehörige, die ein Vollzeitstudiengang an einer öffentlichen und privaten Hochschulen in Irland absolvieren. Die Studie konzentriert sich auf die jüngsten politischen Entwicklungen zur Internationalisierung von Hochschulen und auf Änderungen des Rechtsrahmens für die Einwanderung von Studierenden, die zwischen 2012 und 2018 beschlossen wurden. Insbesondere werden Maßnahmen betrachtet, mit denen Irland um ausländische Studierende wirbt und Maßnahmen, die diese nach Abschluss des Studiums im Land halten sollen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die aktuelle irische Internationalisierungsstrategie Irish educated, globally connected: An international education strategy for Ireland 2016–2020.
Zum Nachlesen
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Irish National Contact Point of the European Migration Network (Mai 2019): Attracting and Retaining International Higher Education Students: Ireland