StartseiteLänderEuropaSchwedenWater4All - Kooperationsprojekt MEWS: Management von Extremereignissen in der Wasserversorgung

Water4All - Kooperationsprojekt MEWS: Management von Extremereignissen in der Wasserversorgung

Laufzeit: 01.04.2024 - 31.03.2027 Förderkennzeichen: 02WWA1707
Koordinator: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ - Department Seenforschung

Extreme hydroklimatische Ereignisse wie Hochwasser und Duerre, die aufgrund des Klimawandels immer häufiger auftreten, bedrohen die Trinkwasserversorgung aus Oberflaechengewaesser durch ein höheres Risiko toxischer Cyanobakterienblüten und den Eintrag von gelöstem organischem Kohlenstoff. Es werden Instrumente benötigt, um die Anfälligkeit von Trinkwasserspeichern zu bewerten und Strategien zur Minimierung der Risiken von Extremereignissen zu entwickeln. Im Rahmen des MEWS-Projekts wird ein neues Open-Source-Computermodell entwickelt, um den Transport und den Umsatz von Stoffen in Seen und Stauseen zu simulieren. Dieses Modell enthält ein dreidimensionales physikalisches Modul, um den Transport von Wasser und Stoffen durch Trinkwasserspeichern zu berechnen, sowie ein biogeochemisches Modul zur Berechnung der Dynamik von Nährstoffen, Algenwachstum und gelöstem organischem Kohlenstoff. In Zusammenarbeit mit der Thüringer Fernwasserversorgung (FWV) wird das Modell für den Ohra-Stausee, der 700 000 Menschen mit Trinkwasser versorgt, aufgesetzt und getestet. Es werden historische und zukünftige Szenarien von Extremereignissen simuliert. In einem Co-Design-Prozess werden die Szenario-Analysen so gestaltet, dass sie den Managementbedürfnissen der FVW und anderer Wasserversorger entsprechen. Der Wissenstransfer wird eine wichtige Rolle spielen: Wir stellen den Wasserversorgern das angepasste Modell zusammen mit Modelldokumentation und Anwendungsdaten zur Verfuegung, um den Nutzen des Modells für andere Wasserversorger zu erhöhen. Schließlich werden wir neue maßgeschneiderte Erkenntnisse über die Häufigkeit und das Ausmaß künftiger Extremereignisse in der Ohra-Talsperre liefern, um die FVW und andere Wasserversorgungsunternehmen bei der Planung praktischer Management- und Abhilfemaßnahmen zu unterstützen.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Redaktion: DLR Projektträger Länder / Organisationen: Dänemark Frankreich Israel Schweden Themen: Förderung Umwelt u. Nachhaltigkeit

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