Als Beleg hierfür führte die Forschungsministerin die Lasertechnik und die in der Medizin verwendete elektromagnetische Bildwiedergabe und ihren Beitrag zu ihrer Verwendung im Bereich der Mikro- und millemetrischen Wellen an.
Valérie Pécresse bezeichnete die Quantenphysik als die vielleicht größte Herausforderung an die menschliche Erkenntnisfähigkeit. Dies sei der Grund dafür, weshalb die "Quanteninformation" eine der Prioritäten der europäischen Forschungsprogramme sei, eine Priorität, in die sich Frankreich durch die Koordinierung eines ERA-Netzes - eines europäischen Netzwerks im Bereich der Informationstechnologie - in hohem Maße eingebracht habe. Ein einschlägiger Projektaufruf - so die Ministerin weiter - werde demnächst gerade die "Quanteninformation" zum Gegenstand haben.
Die Forschungsministerin würdigte die pädagogischen Fähigkeiten von Serge Haroche; sie fänden auch in seinem Werk "Exploring the quantum : atoms, cavities and photons", das weltweit bei Forschern und Studenten hohe Anerkennung erfahren habe, ihren Ausdruck. Seiner Natur nach sei Serge Haroche im anspruchvollsten Sinne ein "enseignant-chercheur". Im übertragenen Sinne verglich sie ihn für den Bereich der Wissenschaft mit dem, was Johann Sebastian Bach seinerzeit im künstlerischen Bereich möglich gemacht habe.
Serge Haroche leitet die "Groupe électrodynamique des systèmes simples" des "Laboratoire Kastler Brossel" (École normale supérieure / Université Pierre et Marie Curie, Paris / CNRS). Er wird auch "dompteur de photons" genannt. Er ist 65 Jahre alt.