StartseiteGeistes- und Sozialwissenschaften

Geistes- und Sozialwissenschaften

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Geistes- und Sozialwissenschaften". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Afrika

1.1 Südafrika

Geistes- und Sozialwissenschaften

Aufgrund seiner Vergangenheit und sozioökonomischen Herausforderungen gehören die Geistes- und Sozialwissenschaften innerhalb der nationalen Forschungsagenda mit zu dessen Schwerpunkten. Das Zehn-Jahres-Innovationsprogramm sieht die Entwicklung eines Forschungsprogrammes mit den Schwerpunkten Paläoanthropologie, Archäologie und Evolutionsgenetik vor. Ziel ist das bessere Verständnis menschlichen Verhaltens und die Verbesserung der Lebensbedingungen, insbesondere der farbigen und schwarzen Bevölkerungsgruppen.
Südafrika soll zudem ein anerkanntes Wissensdrehkreuz für Sozialwissenschaften in Afrika werden. Im Bereich der Paläoanthropologie zählt Südafrika zu den weltweit führenden Ländern; ein diesbezügliches Exzellenzzentrum (CoE for Paleosciences) wurde 2013 an der Universität Witwatersrand geschaffen. Im April 2014 wurde das Fachzentrum für menschliche Entwicklung (CoE for Human Development) an den Universitäten Witwatersrand und KwaZulu Natal (UKZN) gegründet, welches sich insbesondere mit der frühkindlichen Entwicklung befasst.

Von der Stellenbosch University wurde bereits 1999 das Stellenbosch Institute for Advanced Studies (STIAS) gegründet, mit dem Ziel,  Forscher und Intellektuelle zu fördern und zu motivieren, innovative und nachhaltige Lösungen für weltweite und insbesondere den afrikanischen Kontinent betreffende Probleme zu finden. STIAS verfolgt zudem das Ziel, der Abwanderung vielversprechender junger Forscher entgegen zu wirken, indem es ihnen die Möglichkeit gibt, Forschungsvorhaben in einem internationalen Rahmen umzusetzen und das eigene Profil dadurch weiter zu entwickeln.

Nach oben

1.2 Ägypten

Geistes- und Sozialwissenschaften

Geistes- und Sozialwissenschaften werden ebenfalls als Priorität genannt. Allerdings zeichnen sich bisher weder spezielle Programme noch Themen ab. Bisher steht die sehr große Anzahl der Studierenden im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften in keinem Verhältnis zu den relativ begrenzten Forschungsaktivitäten und Forschungsoutput auf diesem Gebiet.

Nach oben

2Amerika

2.1 Argentinien

Geistes- und Sozialwissenschaften

Die lateinamerikanische Fakultät für Sozialwissenschaften (FLASCO) wurde im Jahre 1957 auf Initiative der UNESCO gegründet. Argentinien ist seit 1974 einer von neun Teilnehmerstaaten der Organisation. 125 Forscher/-innen arbeiten an verschiedenen Projekten der Bereiche (Wirtschafts-) Politik, Soziologie, Anthropologie, Internationale Beziehungen u.v.m.. In den letzten Jahren konnte besonders die enge Zusammenarbeit mit staatlichen und privaten Hochschulen – auch im Ausland – der Regierung, weiteren Forschungsinstitutionen sowie Nicht-Regierungsorganisationen vorangetrieben werden.

Innerhalb des CONICET forschen rund 20% aller Wissenschaftler/-innen und Stipendiat/-innen zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Themen. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Soziologie, Philosophie und Geschichte.

Nach oben

3Asien

3.1 Palästinensische Gebiete

Geistes- und Sozialwissenschaften

In Analogie zu den dominanten Zahlen der Tawjihi-Absolventen und eingeschriebenen Studierenden im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften ist auch die Forschung auf diesen Gebieten am sichtbarsten. Allein an den palästinensischen Universitäten befinden sich über 40 Forschungsinstitute. Dazu kommt eine Vielzahl von Instituten, die von privaten Trägern und internationalen Organisationen betrieben werden. Diese außeruniversitären Einrichtungen sind jedoch in Bezug auf ihre Spezialisierung, Reichweite und Qualität der Forschung sehr heterogen, da eine Akkreditierungspflicht nur für universitäre und staatliche Einrichtungen besteht. (Beratungsgremien für Forschungs- und Bildungspolitik).

Der Großteil der sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschung konzentriert sich auf folgende Themenfelder:

  • internationale und strategische Studien
  • kommunale Studien
  • Medien
  • Islam
  • Flüchtlingsfragen
  • Gender Studien
  • Menschenrechte und Demokratie.

Dabei stellen häufig der Umgang mit und die Erarbeitung von Lösungen zur Bewältigung des Alltags eine zentrale Motivation der Forschung dar.

Nach oben

4Europa

4.1 Frankreich

Geistes- und Sozialwissenschaften

Frankreich hat eine lange Tradition in den Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) und insbesondere in diesem Bereich ist es für das Land wichtig, Französisch als globale Wissenschaftssprache zu fördern. Die Nationale Allianz für Geistes- und Sozialwissenschaften Athena („Alliance nationale des humanités, sciences humaines et sociales“) bündelt die geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen. Ein Großteil der Forschung wird an den Universitäten und spezialisierten Hochschulen (insbesondere Sciences Po Paris, EHESS und EPHE) und dem Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung CNRS realisiert. Athena hat sechs Schwerpunkte der französischen GSW identifiziert: Märkte und Organisationen; Soziale Normen, Institutionen und Verhalten; Raum, Umwelt, Gesellschaft; Der menschliche Geist, Sprache, Bildung; Sprachen, Texte, Kunst und Kultur; Alte und zeitgenössische Welten. Etwa zehn Prozent des öffentlichen Forschungsbudgets entfallen auf die GSW. Etwa die Hälfte aller Forscher und aller Doktoranden sind in diesem Bereich tätig. Im Norden von Paris entsteht mit dem Campus Condorcet seit 2016 der größte Campus für GSW in Europa.

Nach oben

4.2 Polen

Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Geisteswissenschaften spielen in Polen eine wichtige Rolle und werden an einer Reihe von Universitäten gelehrt.

Das Polnische Institut Leipzig ist ein Informations- und Veranstaltungszentrum für polnische Kultur, Geschichte, Politik, Gesellschaft und die deutsch-polnischen Beziehungen. Regelmäßig werden hier Sprachkurse und kulturelle Veranstaltungen durchgeführt.

Polnisches Institut Leipzig
MARKT 10
04109 LEIPZIG
Tel.: [+ 49] 0341 - 7 02 61-0
Fax: [+49] 0341 - 2 11 57 27
www.polinst-l.de

Das Deutsche Polen-Institut Darmstadt ist ein Forschungs-, Analyse-, Informations- und Veranstaltungszentrum für polnische Kultur, Geschichte, Politik, Gesellschaft und die deutsch-polnischen Beziehungen im europäischen Kontext. Es hat die Aufgabe, durch seine Arbeit zur Vertiefung der gegenseitigen Kenntnisse des kulturellen, geistigen und gesellschaftlichen Lebens von Polen und Deutschen beizutragen.

Über das Deutsche Polen Institut können Informationen zu den Geisteswissenschaften in Polen angefragt werden.
 
Deutsches Polen Institut
Mathildenhöhweg 2
64287 Darmstadt
Tel.: (06151) 4202-11
Fax: (06151) 4202-10
E-Mail: kaluza(at)dpi-da.de
www.deutsches-polen-institut.de

Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (DPWS) hat zum Ziel die Wissenschaft und Völkerverständigung zu fördern, indem sie die Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Wissenschaftler/innen und Forscher/innen aus Deutschland und Polen stärkt. Die Stiftung fördert Vorhaben im Bereich der Geistes-, Kultur-, Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.
Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung hat für Anträge auf Forschungsprojekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften vier thematische Schwerpunkte definiert:

  • Europäisierungsprozesse
  • Kultur- und Wissenstransfer
  • Mehrsprachigkeit
  • Normen- und Wertewandel

Gefördert werden können Hochschulen und andere wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland und in Polen. Die Vorhaben müssen in deutsch-polnischer Partnerschaft zweier Institutionen durchgeführt werden.

Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung
Frau Daria Mudzo-Wieloch (Projektleiterin)
Oberkirchplatz 2
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335-6640594
E-Mail: mudzo-wieloch@dpws.de

Nach oben