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Informations- und Kommunikationstechnologien

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Informations- und Kommunikationstechnologien". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Afrika

1.1 Ägypten

Information und Kommunikation

Informations- und Kommunikationstechnologien - insbesondere Softwareentwicklung und Netzwerkdesign in unterschiedlichsten Bereichen wie z.B. integrierte Managementsysteme, Workflow-Systeme, Automatisierung, Benutzerfreundlichkeit und –akzeptanz, bilden einen zentralen Schwerpunkt auf der Forschungsagenda.

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2Amerika

2.1 Argentinien

Information und Kommunikation

Die ersten Forschungsinstitute für Telekommunikation und Information wurden bereits Ende der 1960er Jahre errichtet. Dennoch räumte Argentinien dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) keine Priorität ein. Es folgten zwei Jahrzehnte mit niedrigen Investitionen in diesem Sektor. Ab Mitte der 1980 Jahre gewann der IKT-Bereich langsam an Bedeutung und seit den letzten Jahren wird er als Priorität definiert.

Argentiniens "Informationsgesellschaft" 
Die Privatisierung des staatlichen Telefonunternehmens ENTel im Jahre 1990 beeinflusste die späteren Entwicklungen im Bereich der Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (NIKT) maßgeblich. Zwar konnten mehr Haushalte an das Telefonnetz der spanischen Telefónica bzw. der französischen Telecom angeschlossen werden, dennoch weist die Verteilung der Telefonanschlüsse starke Disparitäten auf und es kam daher zu einem starken Preisanstieg. 

Durch verschiedene Programme versuchte die Regierung Argentiniens, jedem Bürger den Zugang zu neuen Kommunikations- und Informationstechnologien zu garantieren. Im Jahre 2000 begann das Nationale Programm für eine Informationsgesellschaft (PSI), das die Verbreitung des Zugangs zu diesen Medien vorantreiben und Speziallisten im Bereich Information und Kommunikation ausbilden soll. Ein besonderer Fortschritt im Bereich Bildung konnte durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien in Form des Bildungsportals educ.ar erreicht werden. Dieses wurde im Jahre 2000 durch eine Spende der Stiftung Varsavsky an das Bildungsministerium realisiert. 

Die Stiftung Vía Libre ist eine Organisation, mit dem Ziel, den Zugang zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, besonders in Form von Bildungsmaterialien und Software, für alle Bevölkerungsschichten zu erleichtern. Jüngstes, durch die EU finanziertes, Projekt war die Errichtung der Bildungsplattform Science, Education and Learning in Freedom (SELF). 

Ausführliche Marktanalysen im Bereich Information und Kommunikation stellt die auf Forschung in diesem Sektor spezialisierte Firma Prince & Cooke zur Verfügung.

Forschungsaktivitäten
Das SECYT förderte ab 2003 das Strategische Programm für Technologie, Information und Kommunikation (Programa estratégico de TIC) die Forschung und Entwicklung des IKT-Bereiches. Zunehmend an Bedeutung gewinnt hierbei die Entwicklung von Softwareprodukten und deren Vermarktung. Um den Sektor zu unterstützen, errichtete das SEYCT einen Fond zur Förderung der Softwareindustrie (Fondo para la Promoción de la Industria del Software, Fonsoft). Außerdem wurde 2003 ein Gesetz verabschiedet, das Steueranreize für Softwareunternehmen, die Forschung und Entwicklung durchführen, anbietet.   

Das Nationale Institut für Industrielle Technologie (INTI) ist damit beauftragt, die Qualität der entwickelten Softwareprodukte zu überprüfen. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Argentinische Stiftung für operative Forschung und Informatik (Sociedad Argentina de Informatica e Investigación Operativa). Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Verbreitung der Kommunikationstechniken und die Identifizierung von Möglichkeiten für die Informationsforschung. 

Die wichtigsten Forschungseinrichtungen sind an staatlichen Universitäten angesiedelt. 

  • Die Abteilung für Computerlehre an der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Universität Buenos Aires (UBA) ist die älteste Forschungseinrichtung dieses Fachbereichs in Argentinien. Die aktuellen Forschungsgebiete sind v.a. Entwicklung freier Software, Sprachdesign, Robotik, Verarbeitung von Bildern sowie Computernetze. 
  • Die Nationale Universität für Technologie (UTN) forscht in den Bereichen: Informatik, Kommunikationssysteme mit Stimme, Bild und Daten. Ihre 24 regionalen Fakultäten und fünf akademischen Einrichtungen sind über das ganze Land verteilt. 
  • Forschung in den Bereichen Informatik und -entwicklung, fortgeschrittene Informatik sowie neue Technologien wird ebenfalls an der Fakultät für Informatik der Nationalen Universität von La Plata durchgeführt.   

Projekte internationaler Kooperation

Microsoft Research führt im Rahmen seiner Lateinamerika-Programme Forschungsprojekte mit der Nationalen Technologische Universität (UTN), der Universität von La Plata und der Universität Buenos Aires auf den Gebieten Software, Sprachdesign und Robotik durch. 

Argentinien und Brasilien beabsichtigen, im IKT-Bereich zu kooperieren. Ein gemeinsames Arbeitsprogramm ist in Vorbereitung. 

Nachrichten über Robotik inden sich unter: robots-argentina.com.ar/robots.htm

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2.2 Brasilien

Information und Kommunikation

Brasilien gehört, zusammen mit den anderen BRICS-Ländern, zu den weltweit am schnellsten wachsenden Märkten für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Das Zentrum für Informationstechnologie Renato Archer (CTI) ist ein Forschungszentrum des  Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Innovation (MCTI). Die 280 Wissenschaftler des Zentrum beschäftigen sich mit einer breiten Palette von Themen. U.a. war CTI bei der Entwicklung des elektronischen Wahlsystems in Brasilien beteiligt.

Das MCTI fördert den Bereich IKT außerdem durch das Nationale Forschungsnetz (RNP). Im Netzwerk wird daran gearbeitet, Forschung und Bildung mit Hilfe von internetbasierten Diensten in allen Teilen Brasiliens zugänglich zu machen. Mit dem Programm Software für den Export (SOFTEX), sollen die nationalen Strukturen für die Entwicklung von Software gestärkt werden.

Das Zentrum für Wissenschaft und Entwicklung im Telekommunikationsbereich (CPqD) wurde in den 1970er Jahren gegründet und gehört zur staatlichen Kommunikationsunternehmen TELEBRAS. Zu den Aufgaben des Zentrums gehören die Entwicklung von Telekommunikations-Software oder Innovationen im Bereich Telekommunikationsequipment. Langfristig soll damit erreicht werden, dass die gesamte brasilianische Gesellschaft Zugang zu modernen Kommunikationstechnologien erhält.

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2.3 Mexiko

Information und Kommunikation

Die mexikanische Regierung hat die Entwicklung des IT-Sektors zu einem Thema von nationaler Priorität erklärt. Trotzdem liegt der Bundesetat für Wissenschaft und Technologie in Höhe von vier Prozent des BIP unter dem weltweiten Durchschnitt. IT-Forschung findet hauptsächlich an öffentlichen und privaten Hochschulen sowie öffentlichen Forschungseinrichtungen statt.

Die Sparte der Informations- und Kommunikationstechnologien (IT-Sektor) in Mexiko verzeichnet aufgrund des entschlossenen Beitrags seitens der verschiedenen Akteure wie Staat, Hochschulen und Industrie ein Wachstum. Der Grund ist, dass seit einigen Jahren im Nationalen Entwicklungsplan der Förderung von Technologien in allen Bereichen ein Platz eingeräumt wird. Dieser Plan legt die erforderlichen Schritte für Maßnahmen fest, mit denen die für die Entwicklung des Landes geplanten Ziele erreicht werden sollen.

Einige Industriezweige haben mit der Entwicklung der Nationalen Digitalen Agenda (ADN) begonnen. In diesem Analyse- und Diskussionsforum bewerten die verschiedenen Akteure die organisatorische Kapazität im IT-Bereich, um Kernelemente festzustellen, die die Konkurrenzfähigkeit Mexikos unterstützt.

Dabei bilden die Zentren für das elektronische Design von Schaltkreisen und Geräten sowie die Herstellung von Firmenware einen in Entwicklung befindlichen Bereich. Wegen der Nähe zu den USA findet bei der Bereitstellung von IT-Dienstleistungen und Geschäftsprozessen für den internationalen Markt eine klare Entwicklung statt. Die exportierten Leistungen sind:  maßgeschneiderte Software-Entwicklung, Software-Tests, Entwicklung von Programmier-Subprozessen sowie Kundenbetreuungseinrichtungen. Die Entwicklung von Projekten wird finanziell  gefördert von CONACYT, dem Wirtschaftsministerium (SE) sowie dem Ministerium für Kommunikations- und Verkehrswesen (SCT).

Es existieren folgende staatliche Programme zur IT-Förderung, die von dem Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (CONACYT) umgesetzt werden:

  • Pogramm zur Unterstützung technologischer Innovation mit hohem Zusatznutzen (Programa de Apoyo a la Innovación Tecnológica de Alto Valor Agregado, INNOVAPYME);
  • Programm zur Eingliederung mexikanischer Wissenschaftler und Technologen in den sozialen und produktiven Sektor Mexikos (Incorporación de Científicos y Tecnólogos Mexicanos en el sector social y productivo del país, IDEA),
  • Institutionelle Regionale Fonds zur Förderung Wissenschaftlicher, Technologischer und Innovativer Entwicklung (Fondo Institucional de Fomento Regional para el Desarrollo Científico, Tecnológico y de Innovación, FORDECYT),
  • Programm für Innovations-Anreize (Programa de Estímulos para la Innovación, PROINNOVA),
  • Nationale Sparten-Kontaktstelle für Informations- und Kommunikationstechnologien (Punto Nacional de Contacto Sectorial de Tecnologías de Información y Comunicación, PNC TIC).

Im Bildungsbereich sind die Bundesländer mit der größten Anzahl an IT-Postgraduierten-Studiengängen der Bundesdistrikt, der Bundestaat Mexiko, Jalisco und Puebla. Es existieren 38 öffentliche und drei private Forschungsinstitutionen, die im IT-Bereich forschen. Weitere Einrichtungen, welche die IT-Entwicklung unterstützen, sind

  • die Nationale Kammer der Elektronikindustrie für Telekommunikation und Informationstechnologien (Cámara Nacional de la Industria Electrónica de Telecomunicaciones y Tecnologías de la Información, CANIETI),
  • der Mexikanische Verein des IT-Gewerbes (Asociación Mexicana de la Industria de Tecnologías de Información, A.C., AMITI),
  • Red Tematica,
  • die Akademische Körperschaft für die Internet-Entwicklung (Corporación Universitaria para el desarrollo de Internet, CUDI),
  • Grupo Prosoftware,
  • Grupo IT Monterrey und
  • Centro de Software.

Die Hälfte der Wissenschaftler konzentrieren sich auf die Forschungsthemen "Bauteile, Systeme und Engineering", mit den Arbeitsgebieten Computermathematik, Systemengineering, Elektronische Technologie und Telekommunikation.

Prioritäre Themenschwerpunkte im IT-Bereich sind:

  • Zukunfts-Netzwerk
  • Cloud Computing, Internetdienste und Engineering fortgeschrittener Software
  • Neue Paradigmen für eingebettete Systeme, Überwachung und Kontrolle in Richtung Engineering komplexer Systeme
  • System-Informatik
  • Intelligentes Informationsmanagement.

Die Bundesregierung das Nationale Zentrum für Technologie-Exzellenz (CENETEC) hat 2004 ein Beratungsorgan für Krankenhaustechnik eingerichtet, danach wurde das Nationale Telemedizin-Netzwerk geschaffen. 15 Bundesstaaten verfügen über telemedizinische Dienstleistungen und 22 Bundesländer über Tele-Dienstleistungen zur Gesundheitserziehung. Es verbreitet Informationen über medizinische Geräte, Telemedizin, Anleitungen für die klinische Praxis und Bewertungen Technologien im Gesundheitswesen. Ferner führt auch das Ministerium für Soziale Entwicklung (SEDESOL) zusammen mit dem Bildungsministerium (SEP) Fernschulung durch, indem es über 2.500 digitale kommunale Einrichtungen in städtischen und ländlichen Gebieten betreibt. Um den Zugang zu Dienstleistungen zu verbessern, hat das Ministerium für Kommunikation und Verkehr (SCT) durch die Koordinierungsstelle für die Informationsgesellschaft (CSIC) ein nationales Breitbandnetz entwickelt.

Wichtigste Hochschuleinrichtungen:

  • Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM)
  • Instituto Politécnico Nacional (IPN)
  • Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey (ITESM)
  • Universidad Autónoma Metropolitana
  • Universidad Veracruzana
  • Corporación Universitaria para el Desarrollo de Internet, A.C. (CUDI)
  • Escuela Superior de Cómputo (ESCOM)

Öffentliche und private Forschungseinrichtungen

In Mexiko gibt es rund 41 Forschungseinrichtungen, die auf IT-Themen, Kybernetik, Software-Engineering, Künstliche Intelligenz, Software-Entwicklung,  Produktionstechnologien, Mikrosensoren, Schaltkreise, Intelligente EDV-Technik und Robotik spezialisiert sind. 38 Einrichtungen sind öffentlich und drei privat.

Die wichtigsten Forschungseinrichtungen im IT-Bereich sind:

  • Centro de Investigación en Matemáticas (CIMAT - Mathematik-Forschungszentrum)
  • Centro de Investigación y Estudios Avanzados del Instituto Politécnico Nacional (Cinvestav/IPN - Zentrum für Forschung und Fortgeschrittene Studien)
  • Centro Nacional de Investigación y Desarrollo Tecnológico (CENIDET - Nationale Zentrum für Technologische Forschung und Entwicklung)
  • Centro de Investigacion Cientifica y Educacion Superior (CICESE - Zentrum für Wissenschaftliche Forschung und Hochschulbildung)
  • Centro Internacional de Ciencias (CIC – Internationale Forschungszentrum)
  • Instituto de Investigaciones en Matemáticas Aplicadas y en Sistemas (IIMAS/UNAM -  Abteilung für EDV-Wissenschaften des Forschungsinstituts für Angewandte Mathematik und Systeme der UNAM)
  • Instituto Nacional de Astrofísica, Óptica y Electrónica (INAOE - Nationale Institut für Astrophysik, Optik und Elektronik)
  • Laboratorio en Computación de Alto Rendimiento (LANCAD - EDV-Hochleistungslabor) Entstanden aufgrund einer Kooperationsvereinbarung zwischen der UAM, CINVESTAV, IPN und UNAM zur Forschung und technologische Entwicklung im Bereich numerischer Rechenaufgaben für Hochleistungsrechner.
  • Centro de Ciencias Aplicadas y Desarrollo Tecnológico (CCADET – Zentrum für angewandte Forschung und Technologieentwicklung)
  • Centro de Innovación y Desarrollo Tecnológico en Cómputo (CIDETEC - Zentrum für Technologische EDV-Innovation und –Entwicklung)

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3Asien

3.1 Indien

Information und Kommunikation

Indien macht seit etwa zwei Jahrzehnten durch die rasante Entwicklung der Informationstechnologie ("Silicon Valley“ Bangalore, siehe Porträts auf Kooperation International (Hightech-Region Bangalore, Hightech-Region Hyderabad) auf sich aufmerksam. Es sind vor allem (ausgelagerte) Geschäftsprozesse, vom "Call Center" bis zur Softwareentwicklung im Auftrag ausländischer Firmen, die einen großen Anteil dieses Industriesektors ausmachen. Im Hardwarebereich ist Indien in Forschung und Innovation sehr stark vertreten, derzeit noch weniger im Softwarebereich (Quelle: GTAI). Einen neuen Schub erhält die Technologieentwicklung durch die Flaggschiffinitiative „Digital India“, unter der die Regierung stark in den Breitband-Ausbau investiert. Außerdem soll die digitale Verwaltung ausgebaut werden, um die Hoheitsaufgaben in allen Regionen besser erledigen zu können. Einheitliche und biometrische Personalausweise wurden bereits für 800 Millionen Bürger erstellt. Weitere Impulse für die Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien setzt die indische Regierung durch den Aufbau von 100 neuen digital vernetzten „Smart Cities“ unter der Initiative „Green India“ (weitere Regierungsinitiativen).

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3.2 Japan

Information und Kommunikation

Um der Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien Rechnung zu tragen, hat das von der japanischen Regierung eingerichtete IT-Strategy-Headquarter im Jahr 2006 die neue IT-Strategiereform und 2008 das Priotiätenprogramm auf den Weg gebracht. 2009 hat der National Information Security Policy Council die 2. nationale für Sicherheit in der Information verröffentlicht. Zunehmend rückt auch die "grüne" IT in den Blickpunkt. 

 Der Fokus der IT-Forschung liegt seitdem vor allem auf:

  • Einem allgegenwärtigen schnellen drahtlosen Informationsnetzwerk (Stichwort "Ubiquitous Network").
  • Informations- und Kommunikationstechnologie der nächsten Generation, mit innovativen Benutzerinterfaces, Verkehrsinformationssystemen etc.
  • Sicherheit und Software
  • Infrastruktur für Forschung und Technologie, wie Datenbanken oder Supercomputer-Netzwerke.
  • Robotik (siehe Kapitel 2.3.12)
  • Förderung der Wissenschaftler in dem Bereich.

Einige von den Ministerien geförderte Forschungsfelder sollen hier genannt werden:

  • Ubiquitäre Netzwerktechnologien: In den letzten Jahren hat Japan vermehrt in Grid Computing investiert, z.B. mit einem Förderprogramm "National Research Grid Initiative" (80 Mio. €). Das METI fördert ein Grid Technologie Zentrum bei AIST und das MIC fördert  das "Japan Gigabit Network". Zurzeit wird das weltweit erste interkontinentale Computing- und Daten-Grid konzipiert, ein gigantisch großes und leistungsfähiges "Virtuelles Rechenzentrum", dessen einzelne Komponenten über den gesamten Globus verteilt sind. In seiner ersten funktionalen Stufe wurde dieses Grid 2005 in Betrieb genommen. Es besteht zunächst aus knapp zehn Forschungszentren in Europa, Ostasien und USA, wobei das Forschungszentrum Karlsruhe und die Universität Tokio an Konzeption und Aufbau dieses global angelegten Grid beteiligt sind.
  • Robotik: In Japan wird verstärkt geforscht, inwieweit durch den Einsatz von Robotern die Lebensbedingungen älterer Menschen unterstützt werden können. Japan verzeichnet eine starke Beteiligung bei den internationalen Wettbewerben des RoboCup.
  • Intelligente Transportsysteme: Es werden Verkehrsinformationssysteme gebaut, die u.a. Verkehrsunfälle und Staus vermeiden helfen.
  • Benutzerinterfaces
  • Netzwerksicherheit
  • Verschmelzung von Kommunikation und Rundfunk
  • Konsumentenelektronik
  • IT-Sicherheit

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Dokumente

3.3 Jordanien

Information und Kommunikation

Informations- und Kommunikationstechnologien bilden einen zentralen Schwerpunkt. Insbesondere die Softwareentwicklung und das Netzwerkdesign in unterschiedlichen Bereichen, wie z.B. integrierte Managementsysteme, Workflow-Systeme, Automatisierung, Benutzerfreundlichkeit, -akzeptanz. Individuelle Lösungen werden auch im Bereich Gefahrengutmanagement, Medizinisch-technische Geräte, Umweltdatenbanken, E-Commerce, E-Governance und EDV-gestützte Verwaltung erarbeitet.

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3.4 Türkei

Information und Kommunikation

Als ein besonderes Leuchtturmprojekt wurde das German-Turkish Advanced ICT Research Center [GT-ARC] aufgebaut. Die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung unterzeichnete gemeinsam mit ihrem türkischen Kollegen, dem Minister für Verkehr und Telekommunikation, im Oktober 2010 eine Vereinbarung über wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Forschungszentrum mit Standorten in Istanbul und Berlin wird von der deutschen und türkischen Wirtschaft aktiv unterstützt.

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4Europa

4.1 Polen

Information und Kommunikation

Der Wert des polnischen IKT-Marktes wird 2012 auf ca. 29 Mrd. Euro geschätzt, was einen Zuwachs von 6,6% gegenüber 2011 bedeutet. Der polnische Markt für Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) ist nach Russland der zweitgrößte unter den mittel- und osteuropäischen Länder.

Im polnischen IKT-Markt waren 2011 laut Statistischem Hauptamt (Glowny Urzad Statystyczny, GUS) über 1.500 Unternehmen aktiv, die insgesamt knapp 175.000 Menschen beschäftigten und 121 Mrd. Zloty (Zl, ca. 29,4 Mrd. Euro, Jahresdurchschnittskurs 2011) einnahmen. 35% entfielen auf den Großhandel, 29% auf die Produktion, 20% auf IT-Dienstleistungen und 16% auf die Telekommunikation. Dieser Markt wird in den nächsten Jahren noch um jährlich 20% wachsen.

Quelle: Landesverband der Polnischen Ingenieure und Techniker in Deutschland e.V. www.dialog-pl.de/biznes/aktualnosci/do-it-with-poland---der-polnis.html

Ein wichtiger Akteur im IKT-Forschungssektor in Polen ist das Institut für Theoretische und Angewandte Informatik der Polnischen Akademie der Wissenschaften:
 
The Institute of Theoretical and Applied Informatics of the Polish Academy of Sciences
Baltycka 5
44-100 Gliwice
POLAND
Tel.: +48 32 2317319, 32 2317150, 32 3302389
Fax: +48 32 2317026
office(at)iitis.gliwice.pl
www.iitis.gliwice.pl/en/news.php

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4.2 Russland

Information und Kommunikation

In seiner Amtsansprache am 12. November 2009 hat der damalige russische Präsident Medvedev die Entwicklung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien als eine der Prioritäten der Russischen Regierung genannt. Das russische Föderale Zielprogramm "Forschung und Ausarbeitung für Prioritätsrichtungen der Entwicklung des wissenschaftlichen und technischen Komplexes Russlands (2007-2013)" definiert die hohe Bedeutung der IKT als Innovationsmotor. 

International baut Russland aktuell vorhandene Kooperationen aus. Wie 2011 bekannt wurde, wird Russland superschnelle Kommunikationstechnik im Wert von mehr als 100 Millionen Euro für den experimentellen Fusionsreaktor (ITER) im französischen Cadaracheinvestieren. An dem Projekt beteiligen sich außerdem China, die EU, Indien, Japan, die Schweiz, Südkorea und die USA. Die Partner wollen einen ersten Versuch unternehmen, einen Fusionsreaktor für die Stromerzeugung zu bauen.

Russischer Investitionsfonds der Informations- und Kommunikationstechnologien 

Dieser im Jahr 2006 gegründete Fonds wird vom Ministerium für Informationstechnologien und Fernmeldewesen der Russischen Föderation koordiniert. Seine Aufgabe ist die Förderung von Projekten im Bereich IKT.

Weitere Informationen unter http://www.rosinfocominvest.ru/ (auf Russisch)

Supercomputer Initiative

In den letzten Jahren wurden in Russland leistungsfähige Supercomputer an der Akademie der Wissenschaften, den Kernforschungszentren von ROSATOM (www.rosatom.ru), der Lomonossow-Universität (MGU) und im Nationalen Forschungszentrum "Kurschatow-Institut" (NFZ KI)  eingerichtet. Insgesamt sind 47 Supercomputer vorhanden, womit Russland derzeit Platz 15 in der Rankingliste weltweit annimmt.

IKT-Außenhandel

Als Exporteur ist Russland auf einer Höhe mit den anderen BRIC-Staaten. Russische Softwareunternehmen sind in den internationalen Rankinglisten stabil hoch eingestuft. Etwa 10 Firmen sind weltweit führend in diesem Bereich wie z.B. Auriga, DataArt, ERAP Systems, Luxoft, Mega Networks. Nach wie vor bleibt Russland die stärkste Software-Großmacht in Osteuropa, die jährlich Softwareprodukte im Volumen von 2,5 Mrd. US-Dollar (etwa 1,8 Mrd. Euro) exportiert.

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4.3 Ukraine

Information und Kommunikation

Von der Staatlichen Agentur für Wissenschaft, Innovation und Informatisierung der Ukraine werden/wurden hier als Träger- bzw.
Förderorganisation die folgenden Programme umgesetzt:

  • das unbefristete nationale Programm zur Informatisierung (für 2011 waren ca. 73.300 Euro vorgesehen);
  • das staatliche spezifische wissenschaftlich-technische Programm für die Einführung und Anwendung von GRID-Technologien 2009–2013 (für 2011 waren ca. 190.000 Euro vorgesehen);
  • das staatliche Programm "IKT in der Bildung und Wissenschaft" 2006-2010 (Finanzierungsumfang 2010 ca. 431.000 Euro).

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5Multilaterales

5.1 G7/G8 - G20

Digitalisierung

G7/G8

Das Thema Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wurde sporadisch auch von den G7/G8 aufgenommen (z.B. Okinawa Charter on Global Information Society 2000, G8 Declaration in Deauville). 2016 hat Japan ein erstes Treffen der IKT-Minister organisiert, auf dem eigene Beschlüsse getroffen wurden („Charter for the Digitally Connected World“ sowie „Action Plan on Implementing the Charter“). Zu den wichtigsten strategischen Zielsetzungen der G7 gehört die Förderung des Zugangs zu IKT. Die G7 unterstützen das Ziel, bis zum Jahr 2020 zusätzlich 1,5 Mrd. Menschen Zugang zum Internet zu verschaffen. Weitere strategische Zielsetzungen sind die Förderung des freien Informationsflusses und die Förderung von Innovation, die Nutzung von IKT zur Bewältigung von globalen Herausforderungen und umfassende internationale Kooperation, auch in Bezug auf Forschungsinitiativen. Das Thema Informations- und Kommunikationstechnologien wird unter italienischem Vorsitz im Jahr 2017 durch ein eigenes G7-Ministertreffen weiter vorangetrieben, das unmittelbar vor dem Treffen der G7-Wissenschaftsminister stattfindet (siehe unter Forschung G7 Informations- und Kommunikationstechnologien).

G20

Digitale Technologien waren im Jahr 2016 vor dem Hintergrund eines insgesamt schwachen Wirtschaftswachstums auch ein Schwerpunkt der chinesischen G20-Präsidentschaft. Die Staats- und Regierungschefs nahmen die "G20 Digital Economy and Cooperation Initiative" an. Die Prinzipien der G20 sind in diesem Bereich häufig deckungsgleich mit denen der G7. So bekennen sich die G20 ebenfalls zu freiem Informationsfluss und zu dem Ziel, bis zum Jahr 2020 weiteren 1,5 Mrd. Menschen Zugang zum Internet zu verschaffen. In Bezug auf Innovation betonen die G20, dass sowohl Innovation der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) selbst gefördert werden soll, als auch die Innovation von IKT-getriebenen Aktivitäten von Unternehmen. Zusätzlich haben die Staats- und Regierungschefs 2016 den „G20 New Industrial Revolution Action Plan“ beschlossen. Ziel ist es bestimmte IKT-Anwendungen (zum Beispiel Internet of Things, Big Data, Cloud Computing, Künstliche Intelligenz (AI), Robotik) voranzutreiben und mit Produktionstechnologien zu verbinden, um neue Produktions- und Geschäftsmodelle wie Smart Manufacturing und Anpassung an Kundenwünsche („Customization“) zu fördern. Die Initiative ist Teil einer weiteren G20-Initiative zur Innovationsförderung (Näheres siehe unter Forschung G20 Innovationsförderung). Im Jahr 2017 findet dazu unter deutschem Vorsitz das erste G20-Digitalministertreffen statt.

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Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Die G7-Minister für Informations- und Kommunikationstechnologien haben 2016 eine eigene G7-„Charter for the Digitally Connected World“ sowie einen Aktionsplan angenommen. Die G7 bekannten sich zu der Förderung von Forschung und Entwicklung zu neuen Technologien, wie das Internet der Dinge, Big Data, 5. Generation (5G) Mobile Telekommunikation, Künstliche Intelligenz (AI) sowie Robotik. Der von den G7-Ländern gesetzte Politikrahmen soll die breiteren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Implikationen mit einbeziehen.
Die G7-Minister tauschten sich auch über nationale Forschungs- und Innovationsinitiativen aus, die von einer stärkeren internationale Beteiligung profitieren konnten (Annex: G7 Opportunities for Collaboration). Zusätzlich fand 2016 eine erste Diskussion über Prinzipien für die Forschung und Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz (AI) statt (Link).

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Termine

6Ozeanien

6.1 Australien

Information und Kommunikation

Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) ist innerhalb Australiens federführend im Bereich der Informations- und Kommunikationsforschung und konzentriert sich auf die Erforschung folgender Aspekte:

  • Communication Networks: Telepresence project
  • Risk Management & Decision Support: Creating urban sustainability
  • Information Security & Privacy
  • Information Systems: Myriad software: getting the right information
  • Robots, Sensors & Intelligent Environments: ROVER and Autonomous Hot Metal Carrier project

Ein weiterer Player in der Informationstechnologie ist National ICT Australia (NICTA), das als Centre of Excellence an der University of New South Wales eingerichtet wurde. Die Reduzierung von Softwareentwicklungskosten ist eines der zentralen Themen des NICTA. Die staatliche Förderung für NICTA läuft Ende 2015 aus. Derzeit finden Verhandlungen über eine Eingliederung in den CSIRO statt.

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6.2 Neuseeland

Information und Kommunikation

Neuseeländische Firmen haben sich in wettbewerbsfähigen Positionen verschiedener Nischen dieses Sektors etabliert, so gibt es zum Beispiel einen kleinen, aber sehr aktiven Sektor auf dem Gebiet der drahtlosen Technologie. Darüber hinaus sind neuseeländische Softwarefirmen in ihren Spezialgebieten weltweit führend.

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