Mobilität

Diese Seite zeigt eine Zusammenstellung der fachlichen Aktivitäten aus den Länderberichten zum Thema "Mobilität". Die vollständigen Länderberichte finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Länder.

1Afrika

1.1 Ägypten

Mobilität und Raumfahrt

Trotz insgesamt knapper Ressourcen für Wissenschaft und Forschung setzt Ägypten explizit auf ein Luft- und Raumfahrtprogramm. Dabei ist hier die Verknüpfung mit Informations- und Kommunikationstechnologie z.B. durch die Entsendung und Nutzung eigener Satelliten zur Erkundung und Überwachung der Erde, des Klimawandels sowie der Entwicklung von Fernerkundung und grid-computing von Interesse.

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2Amerika

2.1 Argentinien

Mobilität und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt werden vom argentinischen Staat seit mehr als einem halben Jahrhundert kontinuierlich gefördert. Es gibt ein Raumfahrtzentrum in der Provinz von Cordoba und sechs argentinische Satelliten, die Klimadaten übermitteln und Telekommunikation ermöglichen.

Die Nationale Raumfahrtkommission (Comisión Nacional de Actividades Espaciales, CONAE) verwirklicht, kontrolliert und verwaltet alle argentinischen Projekte und Aktivitäten im Bereich der Luft- und Raumfahrt. Sie ist ebenfalls zuständig für die Vorbereitung des Nationalplans für Luft- und Raumfahrt (Plan Espacial Nacional).

Der Nationalplan für Luft und Raumfahrt 2004-2015 sieht den Bau von drei neuen Satelliten, die Errichtung von zwei Empfangstationen (in Feuerland und in der Antarktis) sowie zahlreiche Forschungsaktivitäten vor. Um diese Ziele zu erreichen, stellt der Staat ca. 400 Mio. USD zur Verfügung. Die internationale Gemeinschaft beteiligt sich an diesem Vorhaben mit ca. 900 Mio. USD. Besonderen Wert legt Argentinien auf die Durchführung gemeinsamer Projekte mit internationalen Partnern. Der Nationalplan sieht für diese Fälle vor, dass Argentinien 30% der Kosten übernimmt.

Das 2001 gegründete Exzellenzzentrum Mario Gulich bildet Spitzenwissenschaftler aus und führt eigene Forschungsaktivitäten und internationale Kooperationsprojekte durch. Die aktuellen Schwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Nutzung von Raumfahrttechnologien, um Warnsysteme für Naturkatastrophen und Gesundheitsepidemien zu entwickeln.

Im Bereich der Forschung, Entwicklung und Konstruktion von Satelliten ist das staatliche Unternehmen INVAP tätig. Im Oktober 2014 ist mit Arsat-1 der erste in Argentinien produzierte Satellit in seine Umlaufbahn eingetreten. Zwei weitere (Arsat-2 und Arsat-3) sollen 2015/2017 folgen. Primäre Aufgabe der Satelliten ist es die Telekommunikation in entlegenen Provinzen zu verbessern.

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2.2 Brasilien

Mobilität und Raumfahrt

Die Schwerpunkte in der Luft- und Raumfahrtforschung sind für die Jahre 2012 – 2021 im Nationalen Programm für Weltraumaktivitäten (PNAE) festgelegt. Vor allem im Bereich der Satellitentechnik strebt Brasilien Unabhängigkeit durch die Entwicklung eigener Trägerraketen an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erdbeobachtung z.B. für Umweltschutz, Ozeanographie und territoriale Organisation.

Luft- und Raumfahrtforschung wird in Brasilien überwiegend in den Forschungszentren des Militärs durchgeführt, die zum Kommando für Luft- und Raumfahrttechnik (DCTA) zusammengeschlossen sind. DCTA, und damit das Zentrum der brasilianischen Luft- und Raumfahrtforschung befindet sich in Sao Jose dos Campos. Hier ist auch der Hauptsitz des Nationalen Instituts für Weltraumforschung - INPE angesiedelt. INPE erhebt u.a. Daten zur Erdbeobachtung; z.B. Infrarotdaten zur Erkennung von Waldbränden in abgelegenen Gebieten Amazoniens.

Am Institut für Luft- und Raumfahrttechnik (ITA) werden diesbezügliche Forschungen betrieben. Das ITA ist darüber hinaus eine Hochschuleinrichtung.

Ebenfalls in Sao Jose dos Campos befindet sich der brasilianische Flugzeughersteller EMBRAER, der Anfang der 1970er Jahre aus den Aktivitäten der DCTA entstandenist.  

International beteiligt sich Brasilien u.a. seit 1997 am Aufbau und Betrieb der internationalen Raumstation ISS. Bei der Entwicklung von Höhenforschungsraketen ist Brasilien Partner der ESA.

2.3 Kanada

Mobilität und Raumfahrt

Der kanadische Sektor der Luft- und Raumfahrt ist geographisch auf die Provinz Québec, besonders in der Region um Montréal konzentriert. Die kanadische Luftfahrt steht mit über 400 Firmen und 75.000 Arbeitskräften an weltweit vierter Stelle. Sechs Hochschulen und sechs führende Unternehmen in Québec bilden das „Consortium de Recherche et d´innovation en aérospatiale du Québec (CRIAQ)“. Weitere Unterstützung erhalten die Unternehmen durch die Luft- und Raumfahrtinstitute der Forsschungsorgansiation National Research Council (NRC) Aerospace, das Aerospace Manufacturing Technologies Centre befindet sich auf dem Campus der Université de Montréal. Auch die sechs Windkanäle des NRC in Ottawa können zu Testzwecken genutzt werden.

Die kanadische Weltraumforschung wird vor allem durch die Canadian Space Agency (CSA) geprägt, die ebenfalls im Raum Montréal ansässig ist. Sie arbeitet zusammen mit Industriepartnern im Bereich der Satellitennavigation, Fernerkundung und Robotik. Die CSA eröffnet mit ihrem "Space Science Program" Forschenden an Hochschulen, anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie die Möglichkeit, sowohl über öffentliche Programmaufrufe als auch proaktiv Förderanträge einzureichen.

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2.4 USA

Mobilität und Raumfahrt

In der Raumfahrtpolitik wurde mit der im Juni 2010 vorgestellten neuen nationalen Weltraumstrategie sowie dem Ende September 2010 vom Kongress mit parteiübergreifender Unterstützung verabschiedeten und im Oktober 2010 von Präsident Obama unterzeichneten NASA Authorization Act 2010 eine Kehrtwende eingeleitet. Die Internationale Weltraumstation (ISS) soll mindestens bis 2020 genutzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung kommerzieller Transportkapazitäten für die bemannte Raumfahrt im erdnahen Weltraum sowie einer neuen Schwerlast-Trägerrakete für die Erforschung des Weltalls. 

Raumfahrtaktivitäten werden vielfach im internationalen Kontext durchgeführt. Kooperationspartner in Deutschland ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das in Washington auch über ein eigenes Verbindungsbüro verfügt. Am 8. Dezember 2010 wurde zwischen DLR und NASA ein Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit beider Organisationen in der Luft- und Raumfahrtforschung abgeschlossen.

Ein Beispiel der Zusammenarbeit mit der NASA ist das deutsch-amerikanisches Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie – SOFIA. Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) ist ein gemeinsames deutsch-amerikanisches Vorhaben zur Erforschung des Weltalls.

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3Asien

3.1 Indien

Mobilität und Raumfahrt

Das erfolgreiche indische Weltraumprogramm ist das Aushängeschild indischer Forschung und Technologie. Ziel ist es, indische Satelliten mit indischen Trägerraketen im Weltraum zu stationieren und über eigene Bodenstationen und Datenaufbereitungsanlagen für sogenannte sozio-ökonomische Zwecke wie Rundfunk und Fernsehen, Wettervorhersage, Erntevoraussagen oder Katastrophenschutz zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist die Teilnahme an dem lukrativen Weltmarkt für Startdienstleistungen, Satellitenkommunikation und Fernerkundungsdaten. Am 22.10.2008 schickte Indien die erste eigene unbemannte Raumsonde zum Mond. Die Raumfahrtforschung liegt in der Hand der Indian Space Research Organisation (ISRO), des Departments für Weltraum (Department of Space, DOS) und deren kommerziellem Arm „Antrix Corporation“ (Quellen: DOS, ISRO, CII).

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3.2 Japan

Mobilität und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt

Das "Strategic Headquarter for Space Policy" hat im Januar 2013 einen neuen fünfjährigen Basisplan für Weltraumpolitik (Basic Plan for Space Policy) beschlossen. Der neue Plan legt die Grundlinien der japanischen Raumfahrtpolitik bis zum Jahr 2017 fest und hat einen langfristigen Horizont von 10 Jahren.

Die Zuständigkeit für Weltraumforschung und -technologie liegt schwerpunktmäßig bei MEXT. Das oberste Beratungs- und Koordinierungsgremium ist die Space Activities Commission (SAC), die unmittelbar den Premierminister berät. Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) fördert als untergeordnete Agentur die wissenschaftlicher Forschung in der Raumfahrt sowie Nachwuchswissenschaftler.

Schwerpunktbereiche sind Navigations-, Beobachtungs- und Telekommunikations- / Rundfunksatelliten sowie Weltraumtransportsysteme. Ein Prestigeprojekt Japans ist das Quasi-Zenith-Satellite System (QZSS)-Projekt (Satellitennavigation), das unter der direkten Federführung des Office of National Space Policy im Kabinettsbüro durchgeführt wird.

Der erste Satellit für dieses Systems wurde von JAXA 2010 unter dem Namen "Michibiki" ("Wegweiser") ins All gebracht. Bis Anfang 2018 soll ein 4-Satelliten-System, später dann ein dann ein 7 Satelliten-System verwirklicht werden, um gänzlich vom GPS-System der USA unabhängig zu werden. Derzeit wendet Japan noch jährlich rd. 10 Mrd. Yen für den Kauf von Satellitenaufnahmen aus dem Ausland auf. Die Kosten für das 7-Satelliten Systemes werden derzeit auf rd. 300 Mrd. Yen veranschlagt.

Die japanische Beteiligung an der ISS (bisheriger Aufwand: rd. 710 Mrd. Yen) wird zunehmend kritisch hinterfragt. Es erscheint derzeit nicht ausgeschlossen, dass das japanische Engagement mit dem Jahr 2020 aufgrund anderweitiger Prioritäten im Haushalt eingestellt wird

Mobilität

Das wichtigste verkehrspolitische Ziel ist die Effizienzsteigerung des Transportnetzwerks durch Verbesserung der Integration von Straßen-, Schienen-, See- und Luftverkehrswegen ("barrierefreie Gesellschaft"). Daneben spielt die Verringerung von Schadstoffen (insbesondere Dieselabgasen) und CO2-Emissionen eine zentrale Rolle. Mit Vorrang gelten diese Ziele für die großen japanischen Metropolen.

Das Ministry of Land, Infrastructure and Transport (MLIT) fördert Forschung und Entwicklung in den Bereichen schienengebundene Verkehrstechnologien, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge, Hafenanlagen, Flughäfen und Wetterbeobachtung.

Zu den wichtigsten FuE-Projekten zählen:

  • Die Magnetschwebetechnologie MAGLEV
  • Techno Superliner (TSL)
  • Mega Float
  • Super Marine Gas Turbine (SMGT)
  • multifunktionales Satellitensystem für den Transportsektor
  • Entwicklung eines neuen Hafentyps und neuer Hafenstrukturen
  • Entwicklung eines Autos mit fortgeschrittenen Sicherheitssystemen (advanced safety vehicle)
  • Entwicklung abgasarmer Autos.

Hinsichtlich der Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen hat METI das Ziel vorgegeben, bis 2010 50.000 und bis 2020 sogar bereits 5 Mio. Fahrzeuge zu erreichen.

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3.3 Singapur alt

Mobilität und Raumfahrt

Singapurs Luftfahrtindustrie genießt derzeit, vor allem auf dem Gebiet des Reparatur- und Wartungsservices (maintenance, repair and overhaul = MRO), einen starken Wachstumstrend, 2012 hielt Singapur über 25% des asiatischen MRO-Marktes und 6% Anteil am internationalen Markt. Die registrierten, absoluten Ausgaben der Flugverkehrsindustrie umfassen einen jährlichen Wert von 8,7 Milliarden SGD, wobei der Bereich der Serviceleistungen einen Gesamtoutput von 90% erzeugt und 19.900 Beschäftigte umfasst.

4Europa

4.1 Frankreich

Mobilität und Raumfahrt

Die Themen Transport, Mobilität sowie Luft- und Raumfahrt sind aufgrund der industriellen Tradition Frankreichs sehr wichtige Bereiche. Das Land ist Europas wichtigster Akteur im Bereich der Raumfahrt sowie nach den USA der zweitwichtigste weltweit und legt besonderen Wert auf seine Raumfahrtstrategie. Dort ist festgehalten, dass Frankreich seine zentrale europäische Rolle sowie seine technologische Unabhängigkeit und seinen Zugang zum Weltraum behalten will, dass die Entwicklung von hochwertigen Anwendungen beschleunigt werden soll und dass es eine ambitionierte und auf europäischer Ebene abgestimmte Industriepolitik verfolgt. In der Nationalen Forschungsstrategie ist zudem der Transport in Städten als Schwerpunkt definiert worden.

Das Nationale Luft- und Raumfahrtzentrum CNES ist die führende Einrichtung in der Raumfahrtforschung. Es beteiligt sich intensiv an den europäischen Programmen, insbesondere Galileo und Copernicus, und ist für zahlreiche Satellitenprojekte und ihre Weiterentwicklung verantwortlich. Innerhalb der staatlichen Forschungseinrichtungen ist für die Luftfahrtforschung und -technologie das Nationale Büro für Luft- und Raumfahrtforschung ONERA der wichtigste Akteur. ONERA betreibt Luft- und Raumfahrtforschung einschließlich Forschungen im Verteidigungs- und Sicherheitssektor (insbesondere in den Bereichen Aerodynamik, Avionik, Materialien, Umwelt). Dafür unterhält ONERA eine der weltweit modernsten Windkanalanlagen.

Die Region um Toulouse hat eine lange Tradition in der Luftfahrtindustrie, die sich insbesondere im Exzellenzcluster Aerospace Valley widerspiegelt. In der Region Île-de-France wiederum sind 90 Prozent der Forschung im Bereich Business Aviation, 60 Prozent im Bereich der Antriebskomponenten und -ausrüstung und 50 Prozent der Forschung im Bereich der Weltraumfahrt konzentriert. Mehr als 250 Luftfahrtunternehmen, Hightech-KMUs, Anlagenhersteller, Forschungszentren und Universitäten sind im Netzwerk ASTech Paris Région organisiert.

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4.2 Polen

Mobilität und Raumfahrt

In den Bereichen Luft- und Raumfahrt wird in Polen von verschiedenen Instituten geforscht. Nähere Informationen zu aktuellen Forschungsprogrammen können dort eingeholt werden:

ITLiMS - Institute of Aeronautics and Applied Mechanics
Warsaw University of Technology
24 Nowowiejska str.
00-665 Warsaw, POLAND
Tel: +48 22 6215310 / +48 22 2347354
Fax: +48 22 6257351
E-mail: dziekan(at)meil.pw.edu.pl
www.meil.pw.edu.pl/itlims
 
INSTITUTE OF AVIATION
Das Warschauer Luftfahrtinstitut wurde 1926 gegründet und ist das Zentrum für Forschung, Entwicklung und Design sowie allen anderen relevanten Aktivitäten in der Luftfahrt. Es verfügt über ein weites Wissensspektrum und kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Warsaw's Institute of Aviation
Al. Krakowska 110/114
02-256 Warsaw, POLAND
Tel.: (+48) 0 22 846 00 11 ext. 460, (+48) 0 22 846 38 12
Fax: (+48) 0 22 846 44 32
e-mail: ilot(at)ilot.edu.pl
ilot.edu.pl/en/

Space Research Centre
Centrum Badań Kosmicznych
Polskiej Akademii Nauk
Bartycka 18A
00-716 Warszawa
POLAND
Tel.: (+48-22) 840-37-66
cbk(at)cbk.waw.pl
www.cbk.waw.pl
 
Solar Physics Division
Space Research Centre
Polish Academy of Sciences
51-622 Wrocław, ul. Kopernika 11
Tel: (071) 348-32-38
Fax: (071) 372-93-72
www.cbk.pan.wroc.pl

Verkehr

Im der polnischen Verkehrsforschung wird sehr großen Wert auf den Bereich Forschung in der Nachhaltigkeit gelegt.

Road and Bridge Research Institute
 
Das Forschungsinstitut für Straßen und Brücken ist das führende polnische Forschungszentrum mit einem breiten Spektrum von Aufgaben im Bereich des Straßenbaus. Es unterstützt mit seiner Forschungsarbeit, seinen Innovationen, Analysen und Konsultationen Projekte im Bereich von Entwicklung und Modernisierung sowie Reparatur von Straßen und Brücken. Es ist ebenso bei der Einführung von optimierten Straßennetzwerkmanagementsystemen behilflich und identifiziert den Zustand von Straßen und Brücken mit modernen Diagnoseverfahren.

1, Instytutowa str.
03-302 Warschau
Tel.: 0048 22 698 06 06
Fax: 0048 22 814 50 28
eng.ibdim.edu.pl

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4.3 Russland

Mobilität und Raumfahrt

Mit dem Zerfall der Sowjetunion erlebte die Raumfahrtforschung in Russland einen deutlichen Niedergang. Viele Fachkräfte gingen seither an das Ausland verloren. Doch aktuell stellt sich die Raumfahrtforschung in Russland neu auf. Das Raumfahrtprogramm bis 2020 wurde von der russischen Regierung im Frühjahr 2008 genehmigt. Die Schwerpunkte des Programms sind:

  • Verstärkte Investitionen und föderale Priorität für die weitere Entwicklung des russischen Satelliten-Navigationssystems "Glonass", welches in Konkurrenz zum US-amerikanischen System GPS und dem europäischen GALILEO steht.
  • Bau des neuen Weltraumbahnhofs (Kosmodrom) "Wostochny" im fernöstlichen Gebiet Amur. Der erste unbemannte Start von Wostochny ist für 2015 geplant, der erste bemannte Flug für 2018.
  • Vervollständigung und Modernisierung des RUS-Satellitenparks durch neue Nachrichten-, Navigations-, Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten.
  • Inbetriebnahme der neuen russischen Weltraumraketenfamilie "Angara I, III, V", die im Chrunitschew-Raumfahrtzentrum entwickelt werden. Es handelt sich dabei um einen breiten, universell einsetzbaren Trägerkomplex, der Nutzlasten von 3,5 bis 24,5 Tonnen in den Weltraum transportieren kann. Es sind drei Klassen von Raketen (Launcher-Familie) geplant, die aus ähnlichen Modulen bestehen werden und die von ein und derselben Startanlage gestartet werden können. Der Bau der Startanlage in Plessezk ist in der Schlussphase.
  • Konzentration und Umstrukturierung der russischen Raumfahrtindustrie zum Zweck der Steigerung ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit.
  • Beteiligung an Nutzung und Betrieb der internationalen Raumstation (ISS) spätestens bis zum Jahr 2020.
  • Erforschung des Mars (Manned Mars Mission).

Die Ausgaben des föderalen Haushaltes für Raumfahrt werden von 32,9 Mrd. RUB (0,74 Mrd. Euro) in 2013 voraussichtlich auf 47,5 Mrd. RUB (1,07 Mrd. Euro) im Jahre 2015 steigen.

Föderale Raumfahrtagentur ROSKOSMOS

Die Agentur wurde 1992 gegründet und ist für das zivile Raumfahrtprogramm des Landes zuständig. Sie ist zu einer wichtigen Institution geworden und hat indirekt Einfluss auf die Formulierung der russischen Industrie- und Investitionspolitik.

Weitere Informationen unter http://www.roscosmos.ru

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4.4 Ukraine

Mobilität und Raumfahrt

Von der nationalen Weltraumagentur der Ukraine als Träger- bzw. Förderorganisation werden/wurden die folgenden staatlichen Sonderprogramme umgesetzt: 

  • nationales Raumfahrtprogramm 2008-2012 mit einer Gesamtfinanzierung von etwa 2,50 Mrd. UAH (ca. 238 Mio. Euro), darin enthalten sind die Erdbeobachtungssatelliten "Sitsch-2" mit etwas 75 Mio. UAH (ca. 7,1 Mio. Euro) und "Sitsch-2M" mit 120 Mio. UAH (ca. 11,4 Mio. Euro) sowie der Telekommunikationssatellit "Lybid" bis 2013
  • nationales Raumfahrtprogramm 2013-2017 mit einer Gesamtfinanzierung von etwa 2,58 Mrd. UAH (ca. 240 Mio. Euro), davon vom Staatsbudget 1,12 Mrd. UAH (ca. 100 Mio. Euro)

Gemäß einem Erlass des Premierministers Asarow vom März 2011 über das Konzept der staatlichen Politik im Raumfahrtbereich im Zeitraum bis zum Jahr 2032 ist eine Gesamtfinanzierung von 38,5 Mrd. UAH (ca. 3,67 Mrd. Euro) vorgesehen, in diesem Rahmen soll der Transfer der führenden Raumfahrttechnologien in die Realwirtschaft erfolgen.

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5Ozeanien

5.1 Australien

Mobilität und Raumfahrt

Hauptakteur auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrtforschung ist die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), die einen Forschungsbereich "Astronomy and Space" unterhält. Folgende Bereiche werden schwerpunktmäßig erforscht:

  • Astronomy & Space Facilities
  • Astrophysics
  • Radio Astronomy
  • Space Engineering.

Im Bereich der Radioastronomie versucht Australien Standort für das auch von der europäischen astronomischen Forschergemeinschaft als prioritär eingestufte internationale Großprojekt Square Kilometer Array (SKA) zu werden. Australien steht hier in Konkurrenz mit Südafrika. Im Juni 2010 hat eine australische Delegation unter Leitung von Forschungsminister Carr Deutschland besucht, um für das SKA zu werben.

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Eine Initiative vom

Projektträger