Insgesamt standen 2024 in Deutschland rund 99 Millionen Euro für Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung zur Verfügung. Dabei rücken junge Menschen mit geringeren Startchancen stärker in den Blickpunkt. Ihnen soll der Zugang zu Erasmus+ erleichtert werden. 2024 zählten bereits 18 Prozent der geförderten Stipendiaten zu dieser Zielgruppe.
Insgesamt nutzten bereits 885 Ausbildungseinrichtungen durch eine Art Mitgliedschaft bei Erasmus+ die Chance, langfristig integrierte Auslandsaufenthalte während der Ausbildung anzubieten. Diese Akkreditierung erleichtert den Zugang zu Fördermitteln und unterstützt die Einrichtungen, berufliche Auslandsaufenthalte strategisch in ihrem Angebot zu verankern. Neben der Akkreditierung ist eine Förderung von Projekten mit kürzeren Laufzeiten weiterhin möglich. 2024 konnten rund 110 derartige Projekte realisiert werden. Nicht nur Berufsschülerinnen und -schüler, sondern auch die Lehrkräfte und das Ausbildungspersonal qualifizieren sich zunehmend über Erasmus+ im Ausland. Mehr als 9.000 von ihnen erhielten 2024 eine Förderzusage, 21 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Um Projektideen finanzieren zu können, stellt Erasmus als größtes EU-Förderprogramm für den Zeitraum 2021 bis 2027 insgesamt 28,4 Milliarden Euro zur Verfügung, davon mindestens 4,3 Milliarden Euro für die berufliche Bildung. Umgesetzt wird das Programm in Deutschland von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Die nächste Antragsfrist ist der 1. Oktober 2025.
Zum Nachlesen
- Bundesinstitut für Berufsbildung (01.04.2025): Deutlich mehr Auszubildende nutzen Auslandsaufenthalte in Europa
- Nationale Agentur beim BIBB: Erasmus+-Statistiken