Im Wintersemester 2015/16 hatten 221 syrische Stipendiatinnen und Stipendiaten im DAAD-Programm „Leadership for Syria“/„Führungskräfte für Syrien“, aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (16,8 Mio. Euro für 200 Stipendiaten) und des Kultur- und Wissenschaftsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen (1,5 Mio. Euro für 21 Stipendiaten), ihr Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen. Fester Bestandteil für die Masterstudierenden sowie Doktorandinnen und Doktoranden war die Teilnahme an einem Begleitprogramm, um gesellschaftliche, politische, wissenschaftliche und ökonomische Strukturen freiheitlich demokratischer Systeme kennenzulernen.
Nach ihrem Abschluss haben einige der Stipendiaten vor, ihre wissenschaftliche Karriere mit einer Promotion fortzuführen, andere sind dabei, sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies trägt zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Deutschland bei – gleichzeitig gewinnen die Absolventinnen und Absolventen praktische Arbeitserfahrung, die sie optimal auf künftige Tätigkeiten im Heimatland vorbereitet. Sie alle verbindet ein vielfältiges gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement und der Wunsch, am Wiederaufbau ihrer Heimat mitzuwirken.
Bundesaußenminister Heiko Maas: „Der dramatische Konflikt in Syrien geht in sein achtes Jahr, eine politische Lösung bleibt trotz vieler Anläufe und Bemühungen eine Herkulesaufgabe. Wir dürfen es daher nicht zulassen, dass in Syrien eine Generation ohne jegliche Perspektive heranwächst. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem DAAD das Leadership-Programm aufgelegt. Die Ausbildung junger Syrerinnen und Syrer hier in Deutschland ist eine Investition in die Zukunft Syriens, wenn dieser schreckliche Konflikt einmal beendet ist.“
„Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben sich in kurzer Zeit an den deutschen Hochschulen eingelebt und den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Integration durch Bildung möglich wird“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel. „Sie sind nun in der Lage, nach einem Ende des Krieges in Syrien einen gewichtigen Beitrag bei der Gestaltung der Zukunft ihres Landes zu leisten.“
Die Abschlussveranstaltung des Programms „Leadership for Syria“/„Führungskräfte für Syrien“ fand am 19. April in Berlin statt.
Zum Nachlesen
- Auswärtiges Amt (20.04.2018): Investition in die Zukunft: Führungskräfte für Syrien