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OECD-Bericht zur nachhaltigen Nutzung der Ozeane: Wissenschaft, Technologie und Innovation als Schlüssel

Berichterstattung weltweit

Der OECD-Bericht "The Ocean Economy to 2050" liefert Daten, Analysen und Fakten zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Ozeane. Er zeigt mögliche Entwicklungspfade für den Sektor bis zum Jahr 2050 auf und betont die Notwendigkeit einer wissenschaftsbasierten Entscheidungsfindung und einer verbesserten Meerespolitik. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Förderung von Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie internationale Zusammenarbeit.

Die Ozeane bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche, machen 90 Prozent der weltweiten Biosphäre aus, bieten Ernährungssicherheit für über drei Milliarden Menschen und ermöglichen den Transport von über 80 Prozent der globalen Güter. Die Bewirtschaftung der Meere ist für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung: Von 1995 bis 2020 trug sie 3 bis 4 Prozent zur globalen Bruttowertschöpfung bei und beschäftigte mehr als 133 Millionen Menschen. Laut OECD würde die Kombination aus beschleunigtem Ausbau erneuerbarer Energien und technologischen Innovationen das Wachstum der Meereswirtschaft weiter fördern. Blieben hingegen Investitionen in Produktivität aus und stagniere die Energiewende, könnte die ozeanbasierte Wirtschaft bis 2050 um 20 Prozent unter das Niveau von 2020 fallen.

Nach Analyse der OECD können vier strategische Prioritäten zu einer produktiven und ökologisch nachhaltigen Bewirtschaftung der Meere beitragen.

  • Stärkung der Meerespolitik und regulatorischer Rahmenbedingungen: Der Bericht empfiehlt, den Einsatz wissenschaftsbasierter Instrumente für das Meeresmanagement und die Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik systematisch auszubauen. Das Ziel ist eine wissenschaftsbasierte Meerespolitik, die Regulierungs- und Durchsetzungslücken schließt und wirtschaftliche Anreize mit Nachhaltigkeitszielen verbindet.
  • Förderung technologischer Innovationen und des digitalen Wandels: Regierungen sollten öffentliche und private Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und Robotik fördern, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Zudem müsse die Energiewende, etwa durch den Umstieg auf nachhaltige Kraftstoffe, vorangetrieben werden. Dies würde Innovationscluster der Meereswirtschaft unterstützen und die branchen- und sektorübergreifende Zusammenarbeit fördern.
  • Verbesserung der Datenerhebung für Ozeanbeobachtung und Forschung: Die Erweiterung des Wissens über die Ozeane ist für die Wissenschaft, den Naturschutz und die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Netzwerke zur Erforschung und Beobachtung der Ozeane sollten ausgebaut werden und innovative Technologien verwenden. Dies sei Voraussetzung, um künftig vermehrt wissenschaftlich fundierte Entscheidungen treffen zu können.
  • Ausweitung der Beteiligung von Entwicklungsländern an der Meereswirtschaft: Um dies zu erreichen, sind integrierte Meeresstrategien erforderlich, deren Hauptziel der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere ist. Die Förderung neuer internationaler Partnerschaften soll zum gegenseitigen Wissensaustausch beitragen und den Technologietransfer verbessern.
Quelle: OECD Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global OECD Themen: Energie Information u. Kommunikation Innovation Umwelt u. Nachhaltigkeit Wirtschaft, Märkte

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