Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ruft im Rahmen des Fachprogramms "Geoforschung für Nachhaltigkeit (GEO:N)" zur Antragstellung auf. Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Aufwendungen im Rahmen anwendungsorientierter, vorwettbewerblicher Einzelprojekte, die sich auf Technologieentwicklung und Innovation für die Erkundung, Gewinnung und Aufbereitung von Primärrohstoffen in internationalen Nachwuchsgruppen fokussieren. Es gibt folgende Förderschwerpunkte:
- Förderschwerpunkt 1: Entwicklung und Test innovativer impaktarmer technologischer Ansätze für die Erkundung von Lagerstätten
- Förderschwerpunkt 2: Entwicklung innovativer technologischer Ansätze für eine ressourceneffiziente und klimaneutrale Rohstoffgewinnung
- Förderschwerpunkt 3: Entwicklung neuer technologischer Ansätze für eine nachhaltige Aufbereitung von Primärerzen
Das BMBF beabsichtigt, internationale Nachwuchsgruppen zu Fragestellungen entlang der Primärrohstoffkette zu fördern. Diese müssen unter der Leitung von hochqualifizierten Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in einer frühen Karrierephase aufgebaut werden. Unter der Leitung sollen drei bis fünf Promovierende mitarbeiten. Die Nachwuchsgruppen müssen international zusammengesetzt sein und an Forschungseinrichtungen, nachgeordneten Behörden oder geologischen Landesämtern in Deutschland etabliert werden. Die Nachwuchsgruppen müssen in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen aus rohstoffreichen Ländern zu gemeinsamen Fragestellungen forschen. Die Förderdauer der Nachwuchsgruppen beträgt fünf Jahre.
Die Nachwuchsgruppen müssen mit Forschungseinrichtungen in einem oder mehreren strategischen Rohstoffpartnerländern zusammenarbeiten und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus diesen Ländern einbinden. Die in Frage kommenden Länder sind grundsätzlich eingegrenzt auf diejenigen, mit denen entweder die EU und/oder Deutschland eine strategische Rohstoffpartnerschaft abgeschlossen hat, insbesondere in Afrika und Südamerika.
Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und nachgeordnete Behörden und geologische Landesämter mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeitt den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist dem Projektträger PtJ bis zum 31. August 2025 zunächst eine Projektskizze durch die vorgesehenen Nachwuchsgruppenleitungen über das elektronische Antragssystem "easy-Online" vorzulegen. In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasserinnen und Verfasser sowie die Antragsteller der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen.